Renovierung und Umbau des Gemeindezentrums der Gemeinde "Emanuel" in Lima, Peru (Projekt 12/325)
Die Gemeinde Emanuel liegt im Stadtteil Comas, einem der ärmsten Distrikte im Norden Limas. Immer wieder kommt es zu Fällen von Dengue-Fieber.Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Kriminalität, Gewalt, Prostitution, Aidserkrankungen, Alkohol- und Drogenprobleme verschärfen die Situation von Kindern und Jugendlichen. Das 2010 entstandene Projekt "Manos Unidas" ist ein ganzheitliches Entwicklungsprogramm. Es gibt für Grundschüler täglich eine warme Mahlzeit und regelmäßige medizinische Untersuchungen. Die Familien werden durch eine Psychologin, Sozialarbeiterin und Pastorin betreut. Die Kinder erhalten täglich Unterricht durch eine Grundschullehrerin sowie durch Freiwillige in einem
Kreativworkshop. Frauen werden an der Nähmaschine ausgebildet. Eine kleine Schneiderei funktioniert als internationales Mikrounternehmen und gewährleistet den meist alleinstehenden Müttern eine Ausbildung als Grundstein für die finanzielle Unabhängigkeit. Derzeit erhalten drei Frauen eine universitäre Ausbildung in Montessori-Pädagogik, denn 2012 soll ein Montessori-Kindergarten entstehen.
Das Gemeindezentrum muss dringend renoviert und umgebaut werden, um den vielen Aktivitäten und der sozial-diakonischen Arbeit Raum zu geben: Die Tragfähigkeit des Gebäudes muss für ein weiteres Stockwerk verstärkt, der Gottesdienstraum vergrößert, ein weiterer Klassenraum eingerichtet, Fenster und Wasserleitungen erneuert werden. Auf dem Dach soll ein einfacher Klassenraum aus Holz installiert werden. Zudem soll das Gemeindezentrum einen architektonischen Kontrapunkt im Viertel setzen und als Kirchgebäude erkennbar sein, der wie ein Leuchtturm Hoffnung in hoffnungslosem Kontext ausstrahlen soll.
Das Projekt wird durch das Gustav-Adolf-Werk in Höhe 10.485 € gefördert und wir bitten um Ihre Mithilfe.
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