Die Gustav-Adolf-Frauenarbeit Heilbronn war wieder sehr aktiv und bittet um weitere Unterstützung

"Liebe Freundinnen und Freunde der weltweiten Gustav-Adolf-Arbeit,
liebe Freundinnen und Freunde des Gustav-Adolf-Frauenkreises Heilbronn!
Wir danken Ihnen sehr herzlich, dass Sie durch Ihre Spenden und andere Förderungen, durch Ihr Interesse und Ihre Gebete unsere Arbeit begleitet haben!
Wir danken auch für Spenden, die wir anlässlich von Familienfeiern und Trauergottesdiensten bekommen haben.
Auch im vergangenen Jahr konnten wir mit Ihrer Hilfe einige Projekte in der Diaspora
unterstützen. Es ist immer wieder überraschend..." Lesen Sie weiter >>

"Für uns ist es besonders wertvoll von unseren Partnern in der Diaspora zu lernen"

© Foto: Manfred Stockburger 2011

Frau Erika Stockburger

Interview mit Frau Erika Stockburger,

Frauenkreisleiterin des GAW-Frauenkreises in Heilbronn

Frau Stockburger stammt aus Ostberlin. Sie studierte Physik und Mathematik in Berlin und Göttingen, wo sie ihren späteren Mann kennenlernte.

1950 kam sie nach Württemberg, wo sie zunächst auf einem Bauernhof zur Wochenpflege war, was ihr dabei half, das schwäbische Leben und das Leben der einfachen Leute kennen zu lernen. Nach der Heirat begleitete Frau Stockburger ihren Mann auf verschiedenen Pfarrstellen, bis er in Neuenstadt Dekan wurde. Sie bekamen zusammen 10 Kinder.

Frau Stockburger, seit wann gibt es den GAW-Frauenkreis?

E. Stockburger: Der Frauenkreis ist über 100 Jahre alt. Er wurde 1897 gegründet.  Ich leite den Kreis sei 1992, als mein Mann in den Ruhestand kam. Wir arbeiten im Team.

Was ist Ihnen besonders wichtig?

E. Stockburger: Wir haben das Bestreben ein Gleichgewicht  zwischen Diasporathemen, der Diakonie in Heilbronn und theologischen Themen zu halten. Die Theologischen Themen übernimmt meistens mein Mann: „Du gibst mir die schwierigsten Aufgaben“, sagt er manchmal. Auch die Hausärztin der Familie ist bereit, über medizinische Themen zu referieren, wie z.B. über Demenz. Der Kreis arbeitet mit der Evangelischen Jugendhilfe e.V. zusammen.
Der Themenmix ist wichtig, damit die Leute sehen, dass die Diakonie nicht schläft, dass es uns auch wichtig ist, was bei uns los ist und nicht nur im Ausland.
Wichtig ist uns auch die Öffentlichkeitsarbeit, und dass sich auch Männer in unseren Kreis trauen!

Was unterscheidet die Arbeit eines Gustav-Adolf-Frauenkreises von der eines anderen Frauenkreises?

E.Stockburger: In der Gustav-Adolf-Arbeit ist es wichtig Brücken  in die Diasporakirchen zu bauen. Wer Brücken baut, muss aber einen guten Halt haben auf beiden Seiten.

Wir haben auch sehr gute Beziehungen direkt in die Diaspora, zum Beispiel hatten wir vor kurzem Olga Termibulatova, Pfarrerin in Samara, Russland und Ricardo Schlegel, Koordinator des Freiwilligenprograms der  Iglesia Evangelica del Rio de la Plata (IERP) in Lateinamerika zu Gast.
Brücken kann man von beiden Seiten begehen. Wenn man bedenkt, dass wir bei uns als Kirche zunehmend selbst in eine Diasporasituation gelangen, ist es für uns besonders wertvoll, von unseren Partnern in der Diaspora und ihren Erfahrungen zu lernen.
Es geht uns um ein Teilen im geistigen und materiellen Sinn.

 Frau Stockburger, was wünschen Sie sich für die Zukunft?

E. Stockburger: Ich wünsche mir, dass der Kreis weitergeht. Dass wir Menschen nicht nur unsere eigenen Probleme sehen, sondern auch Verständnis haben, für die Probleme woanders und wir mit unserer Arbeit dazu einen Beitrag leisten können.

Wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.