Fin de año

Schüler führen den Nationaltanz ,,Cueca" auf

Wir Freiwilligen nach der Wasserschlacht zum Jahresabschluss

,,Certificacion" der ,,Kinder" bevor es nächstes Jahr in die 1. Klasse geht

Mit der Einschulung der neuen Erstklässler und der Verabschiedung der 8. Klasse endet heute das Schuljahr im Colegio.
Das nehme ich als Anlass kurz etwas über das vergangene Halbjahr zu schreiben.
Die Zeit verging, wenn ich jetzt zurückdenke, wirklich erschreckend schnell. Ich kann mich noch an meinen ersten Tag erinnern (der mir ewig lange her vorkommt): Keinen anderen Lehrer oder die Schüler kennen, nicht wissen wo man hin soll, nicht wissen wo welche Sachen sind und dazu nicht mal die Menschen zu verstehen. Mittlerweile kenne ich meine Kollegen, konnte mit vielen Schülern eine gute Bindung aufbauen, weiß wo ich wann sein muss und kann mich viel besser verständigen und verstehe ebenso viel besser was Menschen von mir wollen.
Ich bin sehr glücklich mit meiner Arbeit hier. Der Sport- und Englischunterricht macht mir noch immer genauso viel Spaß wie in den ersten Tagen und auch meine Aufgabenbereiche haben sich erweitert. So konnte ich zB schon alleine Spiele anleiten oder Teile des Unterrichts leiten. Während des Unterrichts fällt mir auch der Kontakt mit den Schülern immer leichter, da man sich mittlerweile schon gegenseitig einigermaßen kennt und man nicht mehr ganz so fremd für die Schüler ist.
Trotzdem gibt es Tage an denen man sehr wenig zu tun hat, sich nutzlos fühlt und gerne ein/zwei Stunden länger geschlafen hätte. Gerade in den letzten Tagen muss ich mir eingestehen deutlich weniger motiviert zu sein als noch am Anfang. Wenn die Arbeit mal gefühlt eintönig ist und man nicht gebraucht wird hat man viel weniger Lust morgens aufzustehen. Aber ich habe gelernt, dass auch das zu der Arbeit hier dazugehört. Es ist gar nicht mehr schlimm für eine Unterrichtsstunde nichts zu tun zu haben, irgendwie kann man sich immer beschäftigen. Umso schöner sind dann die Tage oder Stunden in denen man viel zu tun hat und helfen kann.
Ich hatte ein sehr schönes erstes Halbjahr und konnte mich sehr gut einleben. An viele der Routinen in der Schule hat man sich schon gewöhnt, wie zB der wöchentliche Acte Civico bei dem die Nationalhymne gesungen wird und eine kurze Andacht gehalten wird.
Ich freue mich schon auf das kommende neue Schuljahr und hoffe u.a. mein Spanisch noch weiter verbessern zu können und meine Tätigkeiten im Sportunterricht zu erweitern.
Bis bald!

Spendenaufruf

Pause auf dem Schulhof

Momentan ist es bei uns in Santiago jeden Tag drückend heiß. Die dünne Ozonschicht über Chile sorgt dafür, dass man nur 2 Minuten in der Sonne stehen zu braucht um zu schwitzen und erschöpft zu werden.
Deswegen kann der Sportunterricht in der Schule nicht mehr wie gewohnt stattfinden und auch in den Pausen sind die Kinder schnell kaputt. Das liegt daran, dass der Schulhof, auf dem der Sportunterricht und die Klassen stattfinden, nicht überdacht ist. Schon morgens findet man kaum Schatten und am Nachmittag sucht man ihn vergebens. Aus diesem Grund möchte unsere Gemeinde Geld sammeln, um in den Sommerferien in ein Dach zu investieren. Es soll im Sommer für Schatten sorgen und im Winter vor Regen schützen.
Leider fehlt noch ein Teil des notwendigen Geldes. Falls Sie die Gemeinde und das Projekt in ihrem Vorhaben unterstützen wollen können Sie an folgendes Konto spenden:

Gustav-Adolf-Werk Württemberg
Evangelische Bank eG
IBAN: DE92 5206 0410 0003 6944 37 | BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: Schulhofdach Santiago

Jede Spende hilft uns und wir freuen uns über jegliche Form der Unterstützung.
Bis bald!

Pucón

Blick auf den Vulkan Villarrica

Panorama kurz vor Erreichen des Gipfel

Nur der HSV!

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag bin ich von Santiago in den Süden nach Pucón gefahren. Der Ort und die Umgebung steht im krassen Gegensatz zum grauen und unorganisiertem Alltag der Großstadt. Pucón ist, gerade durch seinen Tourismus, eine gepflegte und sehr hübsche Stadt, umgeben von Bergen, grünen Wäldern und klaren Seen die man besuchen kann. Das eigentliche Ziel der Reise begann dann am Samstag. Zusammen mit meiner Mitfreiwilligen Helen sind wir auf den Vulkan Villarrica geklettert, einer der größten und aktivsten Vulkane Südamerikas. Der Aufstieg mit Spikes an den Füßen und Eispickel in der Hand war richtig toll. Der Blick auf die Landschaft unter einem war immer beeindruckend und oben am Krater konnte man das rote Leuchten der Lava sehen. Runter ging es dann nicht zu Fuß, sondern auf Plastikrutschern. Ein einmaliges Erlebnis! Ein großes Dankeschön an Helen, die diese Idee hatte und organisierte.
Bis bald!

Fußball in Chile

Heimspiel Universidad de Chile

Graffiti der ,,La U" Fanszene

Als leidenschaftlicher Fußballfan hat mich von Anfang an die Fußballszene Chiles interessiert. Und auch wen es ganz sicher nur die wenigsten Leser dieses Interesse teilen, möchte ich hier etwas zum Fußball schreiben.
In Chile ist Fußball der Nationalsport und genießt einen ähnlich hohen Stellenwert in der Gesellschaft wie in Deutschland. Fast jeder Chilene hat eine Meinung zum Sport und auch mehr oder weniger ein Lieblingsteam. Und wer keinen Ligaverein unterstützt, der feuert (wie ohnehin jeder) leidenschaftlich die Nationalmannschaft an. Die Nationalmannschaft ,,La Roja“ ist eine der erfolgreichsten Mannschaften Südamerikas. Als mehrmaliger Sieger der Copa America (vergleichbar mit der EM), als Gastgeber der WM 1962, und dank Spieler wie Arturo Vidal (Barcelona) oder Alexis Sanchez (Manchester United) ist ,,La Roja“ auch außerhalb Südamerikas bekannt.
Die Liga Chiles (Primera Division) kann mit der Popularität der Nationalmannschaften nicht mithalten. Sie gehört nicht unbedingt zu den besten Ligen des Kontinents.
Doch innerhalb des Landes erfreut sich der chilenische Ligafußball und der Pokal (Copa Chile) trotzdem großer Beliebtheit, auch wenn beide Wettbewerbe seit Jahrzehnten von den drei großen Vereinen Santiagos (Colo Colo, Universidad de Chile, Universidad Católica) dominiert werden.
Gesellschaftlich gesehen spaltet der Fußball hier leider noch mehr als bei uns, denn oft geht mit einer Mannschaft auch ein gewisser Gesellschaftsstatus einher. So kommen zB die Fans von Colo eher aus ärmeren Regionen Santiagos, während Fans von Católica eher aus dem reichen Norden der Stadt kommen. Zusätzlich sind in Städten wie z.B. Santiago ganze Viertel in der Hand von Fußballfans (vergleichbar mit HSV - St Pauli) und bei Derbys kommt es fast immer zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Für mich ist der Fußball hier mehr als nur ein Zeitvertreib. Es ist die Möglichkeit für mich die Landeskultur auf eine andere Weise kennenzulernen und mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Ich hoffe noch das ein oder andere Mal ein Spiel im Stadion sehen können.
Bis bald!

Abseits des Projekt

Wettkampf im Estadio Nacional

Strandbesuch während der Konfifahrt

Auch neben der Arbeit in der Schule bin ich hier gut beschäftigt.
Unter der Woche gehe ich Nachmittags zum Training beim Schwimmverein in dem ich mich angemeldet habe. Ich durfte schon bei meinem ersten Wettkampf mit der Mannschaft antreten und bin sehr glücklich über die Möglichkeit auch in Chile gut trainieren zu können. Das wäre nicht möglich ohne die Unterstützung die ich von zuhause bekomme und meine Dankbarkeit dafür lässt sich für mich gar nicht in Worte ausdrücken.
An Wochenenden helfe ich regelmäßig in der evangelischen Gemeinde die Träger meines Projekt ist. Dort helfe ich ab und an bei Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche (zB Komfirmationsunterricht). Eine Besonderheit war die 4 tägige Konfifahrt auf die ich mit meinen Mitfreiwilligen mitfahren durfte um die beiden Pastoren bei ihrer Arbeit mit den Kindern zu unterstützen.
Bis bald!

Kultur in Chile

Traditioneller Tanz in der Schule

Ich lebe schon seit mehr als 2 Monaten in Chile (was ich selber kaum glauben kann) und habe schon viel über die chilenische Kultur lernen dürfen. Ich möchte an dieser Stelle ein paar meiner Eindrücke schildern, wobei ich ganz sicher weder ansatzweise alles weiß noch alles mit Sicherheit so stimmt wie ich es erfahren habe.
Die Einflüsse der chilenischen Kultur sind sehr vielseitig. Einerseits fallen, besonders in der Großstadt, häufig die spanisch/europäischen Einflüsse auf, andererseits stellt man zB bei Feiertagen fest das auch Teile der indigenen Kultur noch präsent sind. Das Verhältnis zur den Indigenen in Chile, um es kurz am Rande zu erwähnen, ist leider trotzdem angespannt u.a. durch Verbrechen an Ureinwohnern in der Vergangenheit.
Nichtsdestotrotz lieben die Chilenen ihr Land und ihre Kultur. Man ist hier sehr stolz auf sein Land und eine der ersten Fragen die ich in Gesprächen höre ist ,,te gusta Chile?“ (gefällt dir Chile?), auf die man im Grunde immer nur antwortet ,,si es grandioso“ (ja, es ist großartig). Es ist ein ganz anderes Heimatgefühl als in Deutschland. So sieht man zB überall wo man hingeht die Landesfarben und Fahnen an den Häusern. Und an den vielen Nationalfeiertagen wird zu traditioneller Musik getanzt und die eigenen Kultur zelebriert. Zu dieser gehören u.a. sowohl die indigenen, als auch die christlichen Religionen, die Traditionen und Volksfeste, ein Lebensgefühl von Gelassenheit, Optimismus und Selbstwertgefühl, die Bindung zur beeindruckenden Natur oder auch alltägliche Dinge wie das wöchentliche ,,Asado" (Grillen) mit der ganzen Familie.
Im Alltag stelle ich immer wieder fest wie herzlich die Chilenen sind. Hilfsbereitschaft und Höflichkeit werden hier groß geschrieben. Auch die Familie hat hier einen hohen Stellenwert und ganz allgemein gibt es ein starkes Bewusstsein für Gemeinschaft (zB in der Schule). Doch auch wenn die Unterhaltungen immer freundlich sind, sind sie nicht unbedingt ehrlich oder direkt. So fällt mir auf das eine freundliche Antwort im Grunde immer einer ehrlichen vorgezogen wird und man zB auf die Frage ,,como estas?“ (wie geht es dir), die zur Begrüßung so sehr dazugehört wie ein einfaches Hallo, nur ,,bien“ (gut) antwortet, egal wie es einem geht.
Doch was in den ersten Tagen noch ungewohnt für mich war ist mittlerweile alltäglich geworden. An viele kulturelle Unterschiede habe ich mich schon gewöhnt und trotzdem entdecke ich immer wieder neue Dinge.
Ich freue mich schon auf die vielen Eindrücke die noch kommen werden und die Fettnäpfchen in die ich treten werde (denn auch das gehört natürlich dazu).
Bis bald!

Valparaíso/Viña del Mar

Der Strand von Viña del Mar

Blick auf Valparaíso

Hafen von Valparaíso

Von Sonntag bis Montag sind wir nach Valparaíso gefahren um eine andere Freiwillige und ihre Gasteltern zu besuchen. Wir haben uns die Nachbarstadt Viña del Mar angeschaut, eine Touristenstadt an der Küste und am nächsten Tag einen Spaziergang durch Valparaíso gemacht. Die Stadt gilt als das kulturelle Zentrum Chiles und besitzt einen der wichtigsten des Landes. Valparaíso ist bekannt für seine bunt bemalten Straßen sowie für seinen ganz besonderen Charakter und Charme. Die vielen Hügel der Stadt, die verwinkelten Straßen und die Seilbahnen die einen auf die Gipfel bringen machen diese Stadt zu etwas ganz Besonderem. Besonders schön war auch der Ausblick von den zahlreichen Bergen der Stadt über die bunten Häuser und den Ozean.
Bis bald!

Das Projekt

Colegio Belen O´Higgins

Vorgestern begann bereits meine vierte Arbeitswoche und daher hab ich mir gedacht, dass ich heute mal ein bisschen etwas über das Projekt und meine Arbeit schreibe.
Das Colegio Belen O´Higgins ist eine Schule im Viertel Villa O´Higgins für Kinder vom Kindergarten bis zur 8. Klasse. Hier bekommen Kinder aus verhältnismäßig einkommensschwachen Familien die Chance in einem friedlichen Umfeld zu lernen und allgemein zu leben. Es gibt eine Klasse pro Jahrgang und alle Fächer die wir bei uns auch haben. Trotzdem ist vieles anders als an deutschen Schulen. Beispiele dafür sind u.a. der sehr offene Kontakt zwischen Schülern und Lehrern und die in meinen Augen manchmal doch recht lockere Disziplin und Arbeitsmoral. Aber zu sehen, dass Schule auch anders funktionieren kann als bei uns ist eine interessante, neue Erfahrung.
Meine Arbeit in der Schule besteht daraus den Sportlehrer in seinen Unterrichtsstunden und Nachmittags Workshops zu begleiten. Wenn kein Sport stattfindet begleite ich den Englischlehrer. Mal gibt es mehr und mal weniger zu tun aber nichtsdestotrotz macht mir die Arbeit großen Spaß! Trotz meines mehr als mangelhaften Spanisch kann ich mit Schülern und Lehrern kommunizieren und meinen Teil zum Schulalltag und kulturellem Austausch beitragen.
Ich bin sehr dankbar so gut aufgenommen worden zu sein und freue mich schon auf die kommende Zeit.
Bis bald!

Kurzurlaub

Sonnenuntergang in La Serena

Seelöwen

Von Mittwoch bis Samstag war ich zusammen mit einem anderen Freiwilligen vom GAW in La Serena (6 Stunden entfernt von Santiago).
Wir haben die kurze Zeit u.a. genutzt um uns die Hafenstadt Coquimbo anzusehen und eine Tour zum Pinguinreservat zu machen wo wir neben Humboldt Pinguinen auch zahlreiche Seelöwen, Otter und Vogelarten gesehen haben.
Es war schön mal andere Teile des Landes zu sehen und auf Reisen zu gehen, jedoch freue ich mich auch schon wieder auf die Arbeit im Projekt die morgen weiter geht.
Bis bald!

Erste Projektwoche

Geschmückter Schulhof

Auftritt der Schüler

Die erste Woche im Projekt ist schon vorbei! Wir haben uns fast alle Klassen angesehen, viele verschiedene Unterrichtsstunden besucht und auch schon die unterschiedlichsten Aufgaben gehabt.
Allerdings war diese Woche nicht wie jede andere, da sie ganz im Zeichen des Nationalfeiertag am 18.09. stand. Es wurden Tänze geprobt und die Schule in blau, weiß, rot dekoriert. Heute, am Freitag, fand dann die Feier der Schule statt, bei der Schüler aller Klassen regionale Tänze aus Chile präsentierten. Es war eine richtig schöne Veranstaltung und ein guter Weg die Kultur Chiles etwas näher kennenzulernen.
Jetzt haben wir die nächste Woche erstmal frei wegen der Feiertage. Ich versuche die Zeit zu nutzen um für ein paar Tage ein Stück in den Norden Chiles zu reisen.
Bis bald!

Die ersten Wochen

Im Stadion (Universidad de Chile)

Blick vom Cerro San Cristobal

Blick vom Manquito

Seit nun fast 3 Wochen bin ich in Santiago und kann sagen dass ich mich zunehmend wohler fühle.
Ich habe schon viel von der Stadt sehen können, war u.a. bei einem Schwimmverein, mit anderen Freiwilligen auf dem Cerro San Cristobal, auf dem Berg Manquito und im Stadion beim chilenischen Pokalhalbfinale.
Auch den Sprachkurs habe ich erfolgreich beendet und kann zwar immer noch nicht behaupten anständig auf Spanisch eine Unterhaltung führen zu können, aber freue mich trotzdem Fortschritte gemacht zu haben.
Am Montag geht dann die Arbeit im Projekt los. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf die kommende Zeit.
Bis bald!

Angekommen!

WG Hund Pisco

Heute sind wir in Santiago gelandet.
Nachdem wir von unserer Koordinatorin in Empfang genommen wurden sind wir (Evita & Ich) zur WG gefahren und haben mit unser Betreuerin das Haus angeschaut und erste Einkäufe erledigt.
Den Rest des Tages haben wir dann draußen in der Sonne gelegen und entspannt.
Die nächste Zeit werde ich damit beschäftigt sein richtig anzukommen, den Sprachkurs zu besuchen und die Gegend zu erkunden.
Bis bald!

Moin!

Ich bin Henry!
Ich komme aus Hamburg und reise am 19. August 2018 nach Chile um dort bis August 2019 als Freiwilliger im Projekt ,,Escuela Basica Belén O´Higgins" arbeiten.
Ich freue mich schon riesig auf die Zeit in Chile und hoffe dass ich oft genug die Motivation finde hier etwas zu posten um Interessierte auf dem Laufenden zu halten.

Liebe Grüße aus dem Norden
:-)