jetzt geht's weltwärst, jetzt geht's vorwärst!

Wir fliegen nach Südamerika...
Der Anfang von einem Lied, welches wir bei dem zweiten Seminar zusammen geschrieben haben. Damals war dieser Satz so unwirklich und weit weg. Und nun weiß ich, dass ich in einer Woche schon in Buenos Aires bin. Ich habe mich so gut wie von all meinen Freunden verabschiedet und meine Gefühle könnten nicht mehr Achterbahn fahren. Trauer auf einer Seite, weil der Abschied schwer fällt und auf der anderen so ein wahnsinniges Gefühl von Freiheit. Ich kann es gar nicht genau beschreiben, aber ich bin voller Vorfreude! Ich freue mich auf die neuen Menschen, die neue Kultur, das neue Essen, die neuen Herausforderungen, die neue Sprache und auf vieles mehr. Am Meisten freue ich mich darauf in meinem Projekt, dem "Otium", arbeiten zu dürfen. Das wars erst einmal von mir und meiner aktuellen Gefühlslage. Ich bin schon gespannt, was ich in 3 Monaten in meinem Rundbrief berichten werde.
Hasta la próxima vez

Capacitación en Buenos Aires

IERP Freiwillige 2019/20

Das Einführungsseminar in Buenos Aires welches 2 Wochen ging ist nun auch schon vorbei. Und ich muss sagen, dass ich die anderen Freiwillingen die ich in Buenos Aires kennengelernt habe mir jetzt schon fehlen. Aber nun erstmal alles von Anfang: Der Abschied von meiner Familie wie auch die ersten Tage in Buenos Aires fiehlen mir sehr schwer... Als wir nach 14 h Flug und gefühlt genauso langem Warten am Flughafen in Buenos Aires endlich erfuhren wo wir den die zwei Wochen wohnen würden, war das Ergebnis eher ernüchternd. Fast alle Mitfreiwilligen vom GAW wurden in eine andere WG aufgeteilt als Ich, in die "Esmeralda". Ich hingegen durfte in der "IERP" (Iglesia Evengelica del Rio de la Plata) wohnen mit keinem mir bekannten Gesicht. Im Endeffekt war es aber genau so gut, denn in unserer elfer Mädls-WG hab ich nicht nur meine zwei lieben Mitbewohnerinnen kennengelernt sondern auch viele liebe weiter tolle Mädchen. Außerdem mussten wir morgens nie zu den Seminaren fahren, denn diese waren in der IERP!
Die 2 Wochen in Buenos Aires liefen wie folgt: Von 9-13 Uhr hatten wir ein Sprachkurs wo wir in verschiedene Sprachniveaus aufgeteilt wurden (Ich war nartürlich A1); dann hatten wir bis 14:30 Pause; es folgte ab dann meistens bis 18/19 Uhr verschiedene Einheiten zu Themen wie Geschichte, Paraguay, Uruguay, Argentinien, Behinderungen, Kindern, Drogen und unseren Frewilligendienst ansich. Unteranderem haben wir auch die "Ex Esma" besucht, das frühere Folterzentrum in Buenos Aires. Am Wochenende konnte man freiwillig an einem touristischen Programm teilnehmen, damit man noch etwas mehr außer der IERP und den Weg dorthin von der Stadt sieht. Wir waren auf verschiedenen Ferias und konnten ein bisschen in die Kultur schnuppern die Buenos Aires ausmacht. Wir haben uns als Gruppe alle mega gut verstanden und ich dürfte die zwei Wochen mega tolle und verschiedene Gerspräche führen wie auch Menschen kennenlernen. Danke liebe IERP!

Ankunft Córdoba

Nach ca. 8 h warten am Busterminal in Buenos Aires und darauf folgenden 10 h Busfahrt kamen Salomé, Anusch und Ich total fertig an. Da die Busse aber doch ziemlich gemütlich sind konnten wir auch gut schlafen während der Fahrt. An einer kleinen Kreuzung eher am Rand der Stadt wurden wir dann rausgelassen. Dort hat auch schon Noberto, der Pfarrer der Gemeinde des Otiums, auf uns gewartet. Noberto kannten wir schon, da wir ihn bereits in Buenos Aires gesehen haben. Er hielt dort für uns und den anderen Frewilligen ein Vortrag über Meschen mit Behinderungen. Als wir dann unsere ganzen Sachen in Nobertos Auto verfracht haben und endlich auf dem Weg zu unserem neuen Zuhause waren, kamen die Worte von Noberto: "Ach übrigends meine Getriebe ist kaputt also dürfen wir nicht so oft anhalten und die Ampeln meiden damit wir ankommen." Wir dachten uns erst nichts großartig dabei, denn er hat es ja schon hinbekommen uns abzuholen. Wir mussten ein paar mal anhalten und Noberto musste wieder neu anfahren. Es war zugegeben ein bisschen holperig aber das kenne ich ja schon von mir aus Ulm wenn ich mal Auto fahre. An einer großen Kreuzung dann das Problem: Nobertos Auto ist nicht mehr angegangen. Und jetzt müsst ihr euch vorstellen wie ein eher kleiner Mann auf einer großen Straße ein Auto, mit Gepäck und drei Mädchen, schiebt bis zum nächsten Berg. Er wollte aber auch nicht unsere Hilfe annehmen... Naja als wir dann nach einer sehr lustigen und abenteuerlichen Fahrt in unserem Zuhause ankamen waren wir alle Drei sehr glücklich. Unser Haus ist das ehemalige Pfarrerhaus ausgestattet mit einem riesen Garten und direkt mit der Kirche verbunden. Unteranderem leben wir den Luxus, dass jeder von uns ein eigenes Zimmer hat.

Adventszeit in Córdoba

2. Advent! Mit selbstgemachten Keksen und selbstgemachten Glühwein

In der Weihnachtsbäckerei (links: Salomé rechts: Anusch)

Die Adventszeit in Deutschland genieße ich immer sehr. Meistens besteht diese aus Adevntskalender öffnen, mit Freunden auf den Weihnahchtsmarkt gehen, jeden Adventssonntag eingekuschelt auf dem Sofa verbringen umso die Kälte zu überwinden und und und. Meine Adventszeit wiederrum in Argentinien lief nartürlich etwas anders ab: Was mich ammeisten irritiert hat war dass ich bisher Weihnachten automatisch mit Kälte verbunden habe. Denn im Gegensatz zu Deutschland ist zurzeit in Südamerika Sommer! Welcher eh schon wärmer ist als der Sommer in Deutschland. Unter anderem gibt es in Argentinien so etwas wie Adventssonntage, Adventskalender und Weihnachtsmärkte garnicht. Auch Dekoration sieht hier ganz schön anders aus um die Weihnachtszeit. Obwohl ich in der 2. größten Stadt in ganz Argentinien lebe gab es um Weihnachten nur wenig Deko auf den Straßen oder in den Geschäften. Meine Mitbewohnerinnen und ich haben aber beschlossen um doch etwas Weihnachtsstimmung zu bekommen, dass wir jeden Sonntag etwas weihnachtliches machen. An einem Sonntag haben wir zum Beispiel ganz viele verschiedene Plätzchen gebacken an einen anderen Sonntag haben wir uns heiße Schoki gemacht und uns ein Weihnachtsfilm angeschaut. Obwohl es bei um die 35 Grad nicht leicht ist in Weihnachtsstimmung zu kommen, hatten die Adventssonntage hier schon etwas sehr besinnliches. Außerdem haben wir für unsere kleine aber schöne Gemeinde (welche übrigends großteils Deutsch ist) eine Weihnachtsfeier veranstaltet mit Waffeln, Keksen, heißen Getränken mit typisch deutschen und weihnachtlichen Gedichten und Liedern. Die Menschen in unserer Gemeinde sind größtensteils in Deutschland aufgewachsen und zur Kriegszeiten nach Argentinien gekommen. Es war schön mit an zusehen wie berührt die Menschen waren als sie sich an ein Weihnachten in der Heimat erinnern konnten und wie sehr sie diese vermissen. Ich bin mega froh und dankbar daran ein Teil gewesen zu sein. Weil ich sehr mit ihnen mitfühlen konnte. Denn Heimweh war in der Adventszeit mein ständiger Begleiter (und ja auch noch ein wenig zurzeit). Wenn ich die nächste Adventszeit und das nächste Weihnachten in Deutschland bin werd ich die Zeit umso mehr zu schätzen wissen. Und gleichzeitig wahrscheinlich sehr mein Córdoba vermissen. Vamos ver!

Unser neues Familienmitglied!

Lucy und Ich

Lucy in unserem Garten

Auf den Weg ins neue Zuhause!

LUCY.
Eine wunderschöne lebensfrohe und total süße Hündin. Und ich bin mega glücklich sie unsere nennen zu dürfen. Aber erstmal alles von Anfang an. Der Grund warum wir eine Hündin bekommen haben ist eigentlich garnicht mal so schön. Und zwar teilen wir uns ein Garten mit zwei Studentinnen und einem Student. Sie wohnen im gleiche Haus wie wir doch wir haben alle abgetrennte Türen. Man kann sich das wie eine kleine Wohngemeinschaft vorstellen. Vor ungefähr 2 Monaten wurde bei dem einen Studenten über unseren Garten eingebrochen und alle Wertsachen gestohlen...am helligsten Tag. Danach haben unsere Ansprechpatner in der Gemeinde unsere Mauern im Garten mit Stacheldraht verziert und wir dachten jetzt müssen wir uns keine Gedanken mehr drum machen. Doch falsch gedacht. Zwei Wochen später wurde bei den zwei Studentinnen eingebrochen. Die Einbrecher sind wies aussieht über das Kirchendach geklettert. Nun ist da auch Stacheldraht. Doch haben meine Mitbewohnerinnen und ich auch uns nicht mehr wohl gefühlt zuhause, da wir auch gut und gerne uns mal in den Garten gelegt haben und so den Tag ausgeklingen lassen haben. Unsere Ansprechpatner haben sich dann dazu entschieden einen Hund zu holen (auch für die nächsten Freiwilligen). Und ich finde dass war die beste Entscheidung überhaupt. Wir haben Lucy adoptiert. Vor einem Jahr wurde sie auf der Straße gefunden und seitdem wartet sie auf ein neues Zuhause. Wir geben ihr so viel Liebe wie möglich und sie ist uns seit dem ersten Tag richtig ins Herz gewachsen. Wir könnten uns kein besseres Haustier wünschen. Obwohl sie teils ziemlich unerzogen ist und uns gerne auch mal ein bisschen beist wissen wir dass sie genau so glücklich ist bei uns zu sein wie wir bei ihr!