Hallo ihr!

Seit Beginn meines Freiwilligendienstes habe ich einen privaten Blog, in dem ich über mich und Brasilien und die Menschen schreibe, denen ich im Projekt und auf Reisen begegne. Gerade aktuell ist ein Gespräch mit einem Mitarbeiter eines Agrarkonzerns, den ich zufällig auf unserer Sommerreise in Mato Grosso (Zentralbrasilien) getroffen habe.
Wer Lust hat reinzuschauen, immer gerne :) :

https://pensamentosdobrasil.home.blog/

Liebe Grüße aus der ADL,
Marie

Wenn eine eine Reise tut, dann kann sie viel verschweigen (M. Kaléko)

Gestern war mein Flugticket im E-Mail-Postfach. Noch schläft es da unausgedruckt, wird alle paar Stunden von mir virtuell wachgerüttelt. Dann schläft es weiter, atmet und murmelt auch im Schlaf immer die gleichen Worte:
fünfter September zweiundzwanzig Uhr Frankfurt sechster September fünf Uhr Sao Paulo ...

Der fünfte September ist mein achtzehnter Geburtstag. An meinem achtzehnten Geburtstag fliege ich nach Brasilien, abends zweiundzwanzig Uhr von Frankfurt. Das passiert jetzt so, das ist jetzt so eingetütet, gekauft, vorbereitet, ausgedacht, ausgemalt, erzittert, verdrängt, herbeigesehnt, erwartet.

Das passiert jetzt so. Erwartet. Erhofft. Denn das Ticket schläft zwar schon, das Visum ist noch stumm.

Hoffentlich, wenn wie erwartet, das Ticket von mir nicht nur virtuell aus dem Schlaf gerissen, sondern auch analog, wenn es dann den Spieß umdreht, die Seiten wechselt, mich mitten im Traum packt und mit mir an der Hand durch die Flugzeugtür marschiert, mit festeren Schritten als meinen und selbst im Flug näher am Boden als ich... dann geht es wohl los. Womit, davon werde ich so viel verschweigen, wie nötig und hier berichten über den Rest.

Marie K.