Wie ein Freiwilligendienst mit dem GAW aussieht

Für ein Jahr ins Ausland gehen und dort einen freiwilligen Dienst leisten: in eine fremde Kultur eintauchen, den Alltag der Menschen teilen, Herausforderungen annehmen, daran wachsen. Neues auf den Weg bringen und Hilfe leisten, Freundschaften schließen, Perspektiven wechseln, Gemeinschaft erleben

... dies alles und viel mehr erwartet die jungen Menschen, die von uns zu einem freiwilligen Dienst in eine unserer Partnerkirchen entsendet werden. 

Die Spanne reicht von der Kleinkindbetreuung über die Mitarbeit bei Kinder- und Jugendgruppen bis zur Arbeit mit Eltern und Senioren. Dies geschieht durch Mithilfe bei Betreuung und Unterricht, durch praktische Arbeiten, zum Teil auch in der Landwirtschaft, und durch die Unterstützung des sozialen Netzwerkes.

Soziales Lernen steht im Mittelpunkt des Dienstes. Teilen, Geben und Nehmen sind tragende Säulen - für diesen Freiwilligendienst und für eine funktionierende Gemeinschaft. Die Übernahme von sozialen Verpflichtungen in einem anderen Land fördert die interkulturelle Kompetenz, die Teamfähigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Freiwilligen. Im täglichen Zusammenleben mit Menschen anderer Kulturen lernt man auch, die eigene Nationalität in Bezug zu anderen zu setzen und ein natürliches und ausgeglichenes Verhältnis zu seiner Herkunft und Geschichte zu bekommen. Gleichzeitig fördert das gemeinsame Leben und Arbeiten das Verständnis füreinander und ist damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer friedlichen internationalen Zivilgesellschaft.

Über die Freiwilligen und ihre Berichterstattung können auch Menschen in Deutschland an den Erfahrungen der Freiwilligen teilhaben; insbesondere nach der Rückkehr der Freiwilligen nach Deutschland und ihr Engagement im Heimatland kommen diese Erfahrungen dann auch der deutschen Gesellschaft zugute. Durch den Einsatz in entwicklungspolitischen Zusammenhängen wird nicht nur das Verständnis für Entwicklungszusammenarbeit gefördert, sondern auch Methoden und Haltungen kritisch reflektiert.
 
Der Austausch und die Unterstützung unserer Projektpartner liegt uns sehr am Herzen. Schon seit längerer Zeit entsendet das GAW Freiwillige in deren Projekte und Gemeinden, die sich der Benachteiligten der Gesellschaft annehmen. Aufgrund dieser Erfahrungen, der guten Beziehungen zu unseren Partnern und durch unsere gründliche Vorbereitung während den Seminaren der Freiwilligen können wir eine persönliche und umfassende Betreuung der von uns entsendeten Freiwilligen gewährleisten.

 
Das GAW bietet rund 27 solcher Plätze an verschiedenen Einsatzstellen in Brasilien, Bolivien Uruguay, Paraguay, Argentinien, Chile und in Italien, Spanien sowie Russland am.

  • add Weltwärts

    w e l t w ä r t s 

    Seit 2008 wird unser Freiwilligendienst im Ausland durch das Programm des Bundesministeriums für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) „weltwärts“ gefördert. Daher gelten für unsere Freiwilligen die Bestimmungen und Richtlinien für dieses Programm.

    Die Ziele von "weltwärts":
     ‚Lernen durch tatkräftiges Helfen‘ ist das Motto des Freiwilligendienstes. weltwärts soll das Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördern und versteht sich als Lerndienst, der jungen Menschen einen interkulturellen Austausch in Entwicklungsländern ermöglicht. Durch die Arbeit mit den Projektpartnern vor Ort in den Entwicklungsländern sollen die Freiwilligen unter anderem lernen, globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen besser zu verstehen. Den Projektpartnern soll der Einsatz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugute kommen.

    weltwärts soll gegenseitige Verständigung, Achtung und Toleranz fördern: Gemeinsames Arbeiten und Lernen kennt weder Rassismus noch Ausgrenzung. Der neue Freiwilligendienst wird einen wichtigen Beitrag zur entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit leisten und den Nachwuchs im entwicklungspolitischen Berufsfeld fördern.  

    (Auszug aus www.weltwärts.de, mehr zu weltwärts finden Sie auf dieser Homepage)

  • add Internationaler Jugendfreiwilligendienst

    Internationaler Jugendfreiwilligendienst
    Seit 2011 läuft unser Freiwilligendienst auch über den IJFD des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Daher gelten auch hier die Richtlinien dieses Programms:
    Der Internationale Jugendfreiwilligendienst ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung freiwilligen Engagements junger Menschen, der das bestehende Angebot an Freiwilligendiensten erweitert und zusätzliche Engagementmöglichkeiten schafft.
      
    Hohe Qualität
    Der Internationale Jugendfreiwilligendienst ist ein Lern- und Bildungsdienst mit hohen Qualitätsanforderungen. Sein Schwerpunkt liegt im Erwerb sozialer und interkultureller Kompetenzen in sozialen und ökologischen Einsatzfeldern. Die Freiwilligen werden während des gesamten Dienstes durch Fachkräfte pädagogisch betreut. Sie nehmen bei einem zwölfmonatigen Dienst an mindesten 25 Seminartagen teil.
      
    Rahmenbedingungen
    Der Internationale Jugendfreiwilligendienst steht Frauen und Männern gleichermaßen offen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt und bis zum Dienstabschluss das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Freiwilligendienst kann zwischen sechs und 18 Monate dauern, in der Regel beträgt die Dienstzeit jedoch zwölf Monate.
    Die Freiwilligen erhalten Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung, Reisekosten und ein angemessenes Taschengeld.
      
    (mehr Informationen zu den Richtlinien siehe: www.bmfsj.de)

  • add Qualität in Freiwilligendiensten

    Der Freiwilligendienst des GAW ist seit 2015 Mitglied im Qualitätsverbund EQEB. Der Qualitätsverbund wurde gegründet von der Evangelischen Freiwilligendienste gGmbH und Brot für die Welt.
    Beide Organisationen verfügen über Erfahrung im Bereich der Freiwilligendienste und der Entwicklungszusammenarbeit.

    Er orientiert sich am christlichen Menschenbild und den Zielen von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Die Grundlage der Arbeit von EQEB bildet das "Handbuch Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement für Freiwilligendienste im Ausland" der evangelischen Trägergruppe, das durch die spezifischen Anforderungen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts ergänzt wurde.

    Der EQEB hat für seine Mitglieder ein Qualitätssystem festgelegt, das Partizipation und Dialog, Prozessorientierung und Praxisnähe fördert.

    Für seine Tätigkeit im Entsendebereich ist das Gustav-Adolf-Werk Württemberg vor EQEB von Quifd seit 2008 erfolgreich und zweifach bis 2014 rezertifiziert und mit dem 'Quifd-Qualitätssiegel für Entsendeorganisationen' ausgezeichnet worden. Quifd - die Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten hat dem GAW das Siegel für zwei weitere Jahre verliehen. Quifd ist aus einer gemeinsamen Initiative der Robert Bosch Stiftung und des Fördervereins für Jugend und Sozialarbeit entstanden und hat seinen Sitz in Berlin

  • add Unterstützerkreis

    Der Freiwilligendienst ist ohne die Mithilfe der UnterstützerInnen in dieser Form nicht möglich.
    Zum einen machen die UnterstützerInnen die Erfahrungen der Freiwilligen und ihr Engagement für den Frieden einer weiteren Öffentlichkeit zugänglich. Zum anderen ist der Freiwilligendienst auf ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Freiwilligen werden daher gebeten, sich um einen Aufbau eines Unterstützerkreises für den Freiwilligendienst zu bemühen.

    Als Richtwert für eine nachhaltige Unterstützung gelten etwa 150 € im Monat für einen Unterstützerkreis.