Diakonie in Rumänien in Coronazeiten

Pfarrerin Judit Vincze, Präsidentin des GAW in Rumänien und Diakonieverantwortliche der Reformierten Kirche – Westlicher Kirchendistrikt, berichtet von der aktuellen Situation der Kirche und der Diakonie in Oradea. Der Pflegedienst wird durch das Jahresprojekt 2020 der GAW-Frauenarbeit unterstützt:
„Wir leben im Moment in einer Situation, die wir uns in unseren schlimmsten Träumen nicht ausmalen konnten. Aber sie ist da und ist Teil unseres Lebens. Wir sind stark eingeschränkt. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das mit Hilfe des Allmächtigen Gottes durchstehen können. Das ganze Bischofsamt arbeitet im Home Office. Das Osterfest und die Karwoche haben wir bereits "im Internet" gefeiert. In diesen ungewöhnlichen Zeiten erfahren wir doch viel Segen.

Beim Pflegedienst der Diakonie läuft zum Glück alles weiter wie immer. Alle acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an den drei Pflegepunkten weiterhin im Dienst und pflegen unsere 77 Patienten. Alles braucht länger. Beim Arzt, in der Apotheke, auf dem Markt, in den Geschäften – überall lange Warteschlangen. Wir müssen kreativer und flexibler sein als vorher und fast täglich irgendetwas neu- und umorganisieren. Auch in diesen schwierigen Zeiten für die Patienten da zu sein, empfinden die PflegerInnen als Berufung Gottes. Ich bin dafür sehr dankbar. Schutzausrüstung für unsere Pflegekräfte haben wir zum Glück vom ungarischen Staat als Nothilfe erhalten. Auf dem freien Markt ist sie schwer zu finden und sehr teuer. 

Jeden Morgen schicke ich auf Facebook eine kurze Andacht in die Welt. Ich hoffe und bete, dass wir durch das Wort Gottes geheilt werden und anders und neu anfangen werden.“

Hier gibt es mehr Infos zum Jahresprojekt der Frauenarbeit: 
https://www.einrichtung.gaw-wue.elk-wue.de/frauenarbeit/unsere-projekte/