Frankreich: Vereinigung protestantischer Kirchen verurteilt Attentat auf Lehrer

Der Protestantische Bund von Frankreich (Fédération Protestante de France – FPF) hat das tödliche Attentat auf den Geschichts- und Geografielehrer Samuel Paty scharf verurteilt und den Wert der Meinungsfreiheit für das politische Gemeinwesen betont. In einer Pressemitteilung erklärte der Bund:
„Angesichts der abscheulichen und barbarischen Ermordung von Samuel Paty am 16. Oktober möchte die Protestantische Föderation Frankreichs (FPF) ihre Empörung und ihr Entsetzen zum Ausdruck bringen.
Die Meinungs-, Gewissens- und Pressefreiheit sind keineswegs abstrakt, sondern das schlagende Herz der Republik. Das Bildungssystem ist eines der wichtigsten Träger der Meinungsfreiheit. Der Protestantismus hat immer für diese Freiheit gekämpft. Es ist verabscheuenswürdig, dass Samuel Paty ermordet wurde, weil er seinen Schülern die Grundlagen der Freiheit und damit der Republik vermittelt hat. Die FPF drückt den Angehörigen und Schülern des Opfers ihr Mitgefühl aus.
Von niemandem darf in Frage gestellt werden, die Meinungsfreiheit im Unterricht zu behandeln. Die Verteidigung der Freiheit und der Republik gegen die Aggression des radikalen politischen Extremismus, der behauptet, islamisch zu sein, muss der Kampf aller und jedes Einzelnen sein.“