Freundesbrief Río Negro, Juni 2018

Liebe Freunde unserer Arbeit,

Nun ist es wieder einmal so weit: in Europa blühen die Blumen, manche denken schon sehnsüchtig an die großen Ferien, bei uns liegt bereits Schnee, die Temperaturen und Meteorologen prophezeien einen harten Winter..., Zeit für einen neuen Freundesbrief.
Außerdem liegen die größten Herausforderungen hinter uns: nach dem Besuch der Gruppe aus unserer Heimatgemeinde während der Osterzeit, dann unser Umzug in eine kleine Wohnung im Zentrum von San Martin und den grössten Teil unserer Möbel ins Pfarrhaus nach Bariloche, und schließlich zwei Großveranstaltungen mit Prof. Dr. René Krüger in San Martin und Bariloche, sollte es jetzt ein bisschen gemütlicher werden. …
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Freundesbrief Rio Negro, Weihnachten 2017

Eigentlich ist es zu früh jetzt schon an Weihnachten zu denken, obwohl die Schaufenster schon längst entsprechend gestaltet sind. Das grösste Konsumfest des Jahres steht wieder vor der Tür und will mich in seinen Bann ziehen.
Welch ein Widerspruch!, die zukünftigen Eltern Jesu auf der verzweifelten und vergeblichen Suche nach einer Unterkunft. Neulich besuchte ich eine Mutter von mehreren kleinen Kindern in ihrem „Haus“, eher eine windschiefe Hütte, das Dach aus löchriger Wellpappe. Draussen 10 unter Null und drinnen höchstens 5 über Null, in der Ecke ein winziger Holzofen. In der Schule für die ich zuständig bin, haben die Mütter und Omas der Schüler Wolldecken gestrickt, Kinderkleidung und Lebensmittel gespendet. Die Sachen werden jetzt von Gemeindegliedern in den „Häusern“ im Armenviertel verteilt. Wann wird sich das endlich ändern?, wann wird diese Armut in einem der reichsten Länder der Welt der Vergangenheit angehören? Und dann fahre ich zurück ins Zentrum, stelle mein Auto ab und schlendere noch ein bisschen durch die Einkaufsstrasse. Überall Lichter, Kerzen, Weihnachtsmänner, Krippen, Sonderangebote... Was ist Weihnachten, WO ist Weihnachten? Was hat Weihnachten heute mit Gott zu tun?
Das „andere“ Licht das unsere in dichten Nebel eingehüllte Welt durchdringt, ein Licht das ich spüre, das mir sagt „du bist nicht allein“, ein Licht das in jene Winkel meiner Seele vordringt die in völligem Dunkel liegen. Konsumrausch, schöne, einlullende Weihnachtsgottesdienste, Lieder, Krippenspiele fürs Foto, gibt es da noch Raum für Gott?, ich meine für jenen Gott, der in Jesus zu uns Menschen gekommen ist? ...
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Freundesbrief Allen-San Martin de los Andes - Bariloche, Sommer-Winter 2016

© 2015 Rainer Kalmbach, Argentinien

Konfirmation Bariloche

Liebe Freunde unserer Arbeit, Schwestern und Brüder, Wegbegleiter,
Unterstützer, Beter...

Diesen Brief beginne ich in der Wartehalle des Flughafens in Buenos Aires. Bis zu meinem Abflug nach Bariloche habe ich noch ein wenig Zeit. Am Wochenende nahm ich an der Synode der Vereinigten Lutherischen Kirche teil. Bei der Gelegenheit wurde ich formell als Pfarrer der Kirche aufgenommen und anerkannt. 

Als ich letzten Donnerstag in Buenos Aires ankam, herrschten hier noch fast sommerliche Temperaturen. Gestern (Montag) fiel plötzlich das Thermometer auf knapp fünf Grad. Dann rief mich Thea an, um mir mitzuteilen, dass San Martin de los Andes vom ersten Schnee zugedeckt ist. Also, in Patagonien hält der Winter Einzug, ein bisschen früh, aber seit der Mensch die Wetterplanung übernommen hat, ist man vor keiner Überraschung mehr sicher....
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Freundesbrief Patagonien zu Weihnachten 2015

Liebe Freunde unserer Arbeit, Schwestern und Brüder,
nach den Bildern aus Paris, dem Libanon, aus Syrien..., geistern drei Worte durch meine Gedanken, Worte die wohl die Sehnsüchte aller Menschen am besten beschreiben: Liebe, Gerechtigkeit, Friede...Im Alten Testament lesen wir, dass die Frucht der Gerechtigkeit der Friede ist. Und wenn wir uns bei diesen Gedanken von unserem Glauben leiten lassen, dann spüren wir, dass die Gerechtigkeit etwas mit Liebe zu tun hat..., einer ganz besonderen Liebe, eine bedingungslose Liebe, also eine Liebe ohne „wenn und aber“. Ist das möglich? Die Menschheitsgeschichte ist da sehr deutlich, sie lehrt uns mit der Liebe vorsichtig umzugehen...Die Ideologien und Religionen funktionieren nach dem Prinzip der Teilung: in Freunde und Feinde, Gute und Böse. So war es schon immer und so ist es bis heute geblieben ...  weiterlesen>>

Freundesbrief Patagonien, Mai-Juni 2015

Liebe Freunde unserer Arbeit, Schwestern und Brüder,
in den letzten Tagen drängt es mich geradezu einen neuen Freundesbrief zu schreiben. Dennoch möchte ich nichts überstürzen. Auch wenn ich einen ruhigen Nachmittag im Pfarrhaus in Bariloche nutze (draussen stürmt und regnet es), um die ersten Gedanken aufs „Papier" zu bringen, so werden noch ein paar Wochen ins Land gehen, bevor er endlich „reisefertig" ist. Ausserdem möchte ich einige Neuigkeiten einpacken, die sich in den nächsten Tagen ereignen werden.
Die grossen Augen, die neugierig in die Welt schauen, gehören unserer zweiten Enkelin Bianca, die Tochter von Carolina und Ruben, unserem ältesten Sohn. Bianca kam am 28. Februar in San Martin zur Welt. Eltern, und natürlich die Grosseltern, sind überglücklich. Manchmal sagt man so dahin „Kinder sind ein Geschenk", vielleicht muss man erst Grossvater werden, um es als solches geniessen und annehmen zu können. Die wenigen Stunden „freie Zeit" gehören aussliesslich Bianca... weiterlesen>>

Freundesbrief Río Negro y Neuquén und „Cruz del Sur“ vom Dezember 2014

Pfarrer Reiner Kalmbach sendet uns aus Argentinien folgenden Freundesbrief:

Liebe Freunde unserer Arbeit, liebe Schwestern und Brüder:
„Cruz del Sur“ bedeutet Kreuz des Südens. Diesen Namen hat sich die luth. Gemeinde in Bariloche gegeben, die „provisorisch“ seit letztem Jahr zu meinem Aufgabengebiet gehört, und für die ich ab Dezember offiziell im Rahmen eines 50% Auftrages zuständig bin. Endlich sehen wir ein kleines
Licht das vom Ende des Tunnels kündet. Die Zeit des Übergangs war ziemlich turbulent, sehr anstrengend und mit viel „Mehrarbeit“ verbunden. Am 1. Dezember übernimmt mein Nachfolger in Allen die dortige Gemeinde und die Leitung des Altenheims.
Aber zunächst doch ein paar Gedanken zu jenem Fest das für uns Christen eine Quelle grosser Freude ist. Die Geburt unseres Erlösers werden wir in unseren beiden Gemeinden (Río Negro & Neuquén / Cruz del Sur), unter der Losung „was kommt?“ begehen. Was uns Menschen am meisten ängstigt sind die tiefen Veränderungen die wir in unserem Leben immer wieder erfahren.
„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, da ist was dran...Wir richten uns gerne auf Dauer und möglichst bequem ein. Jede tiefgreifende Veränderung möchten wir, wenn möglich, vermeiden.
Wenn wir jedoch Rückblick halten, die ... weiterlesen >>

Argentinische Diaspora voll von Problemen

© GAW-Wü 2013

Prof. Krüger bei seinem Vortrag in Heilbronn

Prof. Dr. René Krüger hielt in Heilbronn anlässlich des Dankeschön-Nachmittags des GAW-Frauenkreises Heilbronn einen interessanten Vortrag mehr >>

Patagonien: ...wenn es dann mal regnet ...

Pfarrer Reiner Kalmbach schreibt uns aus Argentinien:

"so siehst bei uns aus zur Zeit….sucht einfach im internet unter "Diario Río Negro" (unsere Zeitung) und dann unter "ultimas noticias". 
Bei einem jährlichen Niederschlag von 80 mm, sind dann über 100 mm an einem Tag doch ein bisschen viel."
Grüsse Reiner Kalmbach