Bolivien

Förderung sozial-diakonischer Projekte

Bolivien

Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Nahezu 60 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Das hat sich auch seit der Wahl des ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales Ayma, im Jahre 2005 nicht grundlegend geändert. Ein Großteil der Bevölkerung Boliviens sind einfache Bauern, die arm geblieben sind.

Viele lutherische Gemeinden gibt es auf dem Land. Hauptsächlich leben diese indigenen Gemeinschaften von Ackerbau und Viehzucht. Sie produzieren in der Regel nur für den eigenen Verbrauch.

Bedroht sind die indigenen Gemeinschaften durch Wassermangel, Migration in die Städte und durch Kolonisation von außen. Das betrifft insbesondere Zonen, die nicht auf dem Altiplano liegen. Kinder und Frauen sind die am stärksten Betroffenen der ökonomischen Krise und der gesellschaftlichen Veränderungen. Auch gibt es nach wie vor eine Diskriminierung derer, die nur ihre indigene Muttersprache beherrschen. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind dadurch benachteiligt. Lehrer sind oft nicht dazu ausgebildet, zweisprachig zu unterrichten. Die Kirche hat es sich zur Aufgabe gemacht, den benachteiligten indigenen Gemeinschaften solidarisch zur Seite zu stehen und sie durch Bildungsprogramme zu unterstützen, um ihre Lebenssituation zu verbessern.

In den Provinzen Larecaja, Batallas und Ayata sollen in Aymara- und Quechua-Gemeinden folgende diakonische Aktivitäten gefördert werden:

Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Ausbildung für Frauen im Umgang mit „Carpas Solares“ (Gewächshäuser), Anbaumethoden und handwerkliche Tätigkeiten. Auch sportliche Aktivitäten und Musikunterricht sollen gefördert werden.