OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im Juli 2018

Vorbemerkung

Ich möchte hier wiederholen, was ich als Einleitung in meinem Bericht zu der OGA – Versammlung ausgeführt habe: Bei den Gedenkfeiern zum 500 jährigen Reformationsfest entschied sich die Kirchenleitung für ein Thema, das auf den ersten Blick keinerlei sichtbare Verbindung zur Wiederentdeckung des Evangeliums und zur zentral hervorgehobenen Rechtfertigung um Gnade und Glaube, zu haben schien. Jedoch das Jahresthema “Kirche, Wirtschaft, Politik“ und der Hinweis “Ich bin der Herr Dein Gott“ (Ex.20.2.a) ist in der Reformationstheologie fest verwurzelt. Die Kirche lebt nicht in einer abstrakten und realitätsfremden Welt, sondern sie ist eng verbunden mit dem Umfeld, in dem sie lebt. Deshalb bedeuten Wirtschaft und Politik viel im Hinblick auf Theologie und Kirche, da auch Gottes Volk in der täglichen ungeschminkten Realität lebt und leidet oder sich freut - bei allem, was in Politik und Wirtschaft geschieht. Und unter Berücksichtigung der derzeitigen Situation in unserem Land, ist die Sorge mit diesen zwei Realitäten – Wirtschaft und Politik – innerhalb der Kirche und unter Beachtung der Theologie absolut gegeben. Und so sind auch Angelegenheiten in Bezug auf das OGA betroffen, da wir als OGA durch die Reformationstheologie geleitet werden, aber auch eng mit Wirtschaft und Politik zusammenleben müssen. Und um uns auf diesem Wege Hilfestellung zu geben, wird sicherlich das Thema des Seminars in dieser Versammlung helfen, über den Plan der Missionsaktivitäten, angefangen mit dem Missionsforum und den Herausforderungen an und die Möglichkeiten für das OGA, nachzudenken. Denn nur so können wir fortfahren eine Solidaritätshilfe zum Besten der IECLB-Gemeinden zu sein, wie es das OGA immer bestrebt war, zu sein.
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OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im März 2018

Vorbemerkung

Wir befinden uns z.Zt. in der Fastenzeit, vierzig Tage bis Ostern. Vergleichbar mit Advent, der Zeitspanne vor Weihnachten, sind wir eingeladen über die Verkörperung Gottes in Jesus Christus nachzudenken. Die Fastenzeit stellt gemäß des Kirchenkalenders die Vorbereitungszeit auf das große Fest Ostern dar. So wie Ostern das Fest ist, das uns an die Befreiung von unserer Unzulässigkeit und Schuld erinnert, die uns durch die Auferstehung Jesus Christi zuteil geworden ist, bedeutet die Fastenzeit  Zeit der Meditation, der Reflexion und der Überprüfung  unseres Lebens. Ausführungsmöglichkeiten hierfür sind das Fasten an festgelegten Wochentagen, wöchentliche feierliche Besinnung mit nachhaltigen Meditationstexten, die den Leidensweg Christi zum Kreuz nachvollziehen, tägliche Bibellesungen im Zusammenhang mit dem gleichen Thema und geistliche Lieder, die die Leidenschaft Christi beschreiben.
Wie erleben wir fruchtbringend diese Fastenperiode? Die oben erwähnten Beispiele sind praktikabel, die richtigerweise die Sicht auf unsere persönliche Situation werfen und unser geistiges Leben im Licht des Kreuzes Jesu beleben. Wichtig ist jedoch auch, den gemeinschaftlichen und sozialen Kontext, in dem wir leben, zu betrachten, speziell in diesem historischen Moment unseres Landes, um aus der Leidenschaft und Auferstehung Christi die Orientation und Kraft zu schöpfen und so gemäß dem Beispiel Jesus zu leben:  sich selbst zum Nutzen meines Nächsten anzubieten. Warum bietet uns Ostern – wie auch Weihnachten – eine umfassende Realisation an, beginnend mit Gott, der sich uns hingegeben hat.
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OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im Dezember 2017

Vorbemerkung

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht; und über die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. (Jes. 9.1)

Finsternis, Todesschatten - all das konnten wir in den verschiedensten Formen in dem zu Ende gehenden Jahr erleben. Täglich berichten die Nachrichtensendungen über schlimme Begebenheiten: Korruption auf allen Ebenen der öffentlichen Verwaltung, Bedrohung durch Nuklearwaffen, Tod von Flüchtlingen in seeuntüchtigen Booten, Drogen- und Menschenhandel, Mord, Kriminalität, Gewalt im Allgemeinen. Gibt es da noch Hoffnung bei all diesen Geschehnissen?                                      
Inmitten dieser Situation wird uns gleichzeitig versichert, dass alles gut und in Ordnung in unserem Land sei und Änderungen in der Arbeitsgesetzgebung und Vorsorge nur zu unserem Besten seien. Und wiederum gleichzeitig werden wir mit Werbung und Angeboten zum Kauf für Weihnachtsgeschenke animiert. Weihnachten ist ein Freudenfest, ein Fest der Verbrüderung, des Treffens mit Freunden, ein Familienfest. Versäume nicht, jemanden mit einem schönen Geschenk zu erfreuen!   Das ist es, was der Kommerz uns zu Weihnachten suggeriert. -- Ohne Zweifel, die Weihnachtszeit ist eine schöne Zeit und wichtig für Treffen mit der Familie und den Freunden. Auch der Geschenktausch ist traditionell üblich und denn er symbolisiert ja das große Gottesgeschenk in Person des Jesuskindes. Aber all das kann unsere Augen und unseren Geist nicht trüben angesichts der Finsternis des Todes. Wenn es so wäre, die ganze Freude, alle Festlichkeit, alle Verbrüderung würde lediglich eine Flucht vor der Wirklichkeit sein und das Licht würde für uns nicht strahlen. Wichtig ist deshalb das gegenteilige Wirken Gottes mit Weihnachten zu verstehen, da Gott richtigerweise durch das Kind in der Krippe, dessen Eltern keinen Platz in einer Herberge gefunden hatten, zu uns gekommen ist.
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OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im Oktober 2017

Vorbemerkung
Die Feierlichkeiten zum 500jährigen Reformationsjubiläum gehen zu Ende. Wie viele Vorbereitungen in den letzten Wochen! Wie viele Veranstaltungen auf der Ebene der Gemeinden, der Synode und der IECLB (Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien) insgesamt!! Und wie viele öffentliche Veranstaltungen in den Gemeinderäten, bei Legislaturversammlungen und bei anderen öffentlichen Organisationen! Und wie viele ökumenische Veranstaltungen, speziell in Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche! Und schauen wir auf den “IECLB-Kalender der Veranstaltungen zum 500 jährigen Jubiläum der Reformation“ für den Monat Oktober, so gibt es praktisch keinen Tag, an dem nicht eine Veranstaltung an irgendeinem Ort vorgesehen ist. Wirklich, dieses Jubiläum wird würdig begangen. Und nicht nur rein kirchlich – das ist sicherlich für uns Christen das Wichtigste – sondern auch mit seinem Verständnis in anderen Lebensbereichen wie Politik, Bildung, Wirtschaft, Kunst, individuelle Freiheit. Die Kommunikation für das Publikum als Ganzes ist von grosser Bedeutung. Hoffentlich waren die ganzen Anstrengungen nicht nur eine momentane Begeisterung, sondern tragen auch ihre Früchte im Hinblick auf die Aufgaben der Kirche und das allgemeine gemeinsame Zusammenleben.
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OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im August 2017

Herbert Knup, der Nachfolger von Dieter Fersch

Vorbemerkung

Das Thema des Monats August ist: “Bis heute hat mir Gott geholfen und deshalb stehe ich jetzt hier und bringe seine Botschaft allen, sowohl den einfachen wie auch den einflussreichen Menschen“ (Apostel 26.22) Diese Passage ist Teil der Rede des Paulus vor dem König Agripa in Cesareia, nachdem er in Jerusalem auf seiner dritten Missionsreise festgenommen wurde. Es ist ein doppeltes Zeugnis des Apostels im Hinblick auf seine Lebenserfahrung:    Auf der einen Seite ein Glaubensbekenntnis auf die lebenslange schützende Führung Gottes. Und beim Lesen der Bekenntnisse der Apostel über die missionarischen Aktivitäten des Paulus stellen wir fest, wie wahr sein Zeugnis von der Hilfe Gottes ist.    Auf der anderen Seite und auf der Basis dieser Erfahrung, kann Paulus die befreiende Botschaft Gottes auf seinen Missionsreisen vielen Menschen überbringen. Und so zeigen die Berichte immer wieder was er hier sagt:  sein Zeugnis gegenüber einfachen wie auch einflussreichern Menschen.                                                     
Dieses Zeugnis des Paulus ist auch hinsichtlich des OGA wahrhaftig. Auch das OGA existiert nur dank Gottes Hilfe. Über all die 107 Jahre wurde das OGA durch die Hilfen vieler Menschen und Gemeinden, in Deutschland und hier in Brasilien, unterstützt und konnte so seine Funktion ausüben. Dank all dieser erhaltenen Hilfen konnte das OGA “seine Botschaft senden“ in Form von Hilfen an die, die Hilfen wirklich benötigten. Deshalb und selbst unter Schwierigkeiten, werden wir weiter heute und morgen auf die Hilfe Gottes vertrauen, wie es gestern war und unser ganzes Leben sein wird.
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OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im Mai 2017

Vorbemerkung
Der Monat Mai ist charakteristisch für drei wichtige Ereignisse: a) 1. Mai – Tag der Arbeit. Außer, daß er ein freier Tag ist, bleibt er doch ein Feiertag von hoher Bedeutung in Bezug auf Wertigkeit, Bedeutung, Signifikanz für die Arbeit und in direkter Verbindung mit Menschlichkeit. In diesem Jahr jedoch darf man den 1° Mai nur in Verbindung mit dem 28. April, dem Tag des Generalstreiks sehen. Denn dieser Streik offenbarte den offenen Protest der Arbeiterschaft gegenüber der Regierung, die wegen Korruption und wegen der Projekte, die sich gegen die Würde der Arbeiterschaft richten, gebrandmarkt ist. Wie sagte der Pastor des Vorstands in seiner Botschaft zum Tag des Protestes: “Das Präsidium der IECLB (Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses Brasiliens) bestätigt, daß die Reformen - wie die Arbeitsbedingungen und Sozialfürsorge – notwendig sind, aber sie müssen durch Publikation der reellen Daten und Zahlen öffentlich und ehrlich diskutiert werden. Das geschieht nicht! Deshalb ist es nicht überraschend, daß die Entrüstung gewachsen ist, der Volkszorn zugenommen hat und sich in den Demonstrationen des 28. April entladen hat. Diese Demonstration ist legitim. Sie ist Instrument der Demokratie.“ b) Muttertag, am zweiten Mai-Sonntag. Eine berechtigte Würdigung, wenn man den Wert und die Bedeutung, die eine Mutter im Verhältnis zu ihren Kindern hat, bedenkt. Denn, letzten Endes, ist eigentlich jeder Tag “Muttertag“. Aber es macht schon Sinn, einen bestimmten Tag zu haben, an dem ganz bewußt an den fundamentalen Wert einer Mutter im Leben eines jeden Menschen erinnert wird. Leider ist es jedoch heute so, daß dieser Tag zu einem rein kommerziellen Ereignis geworden ist. c) Christi Himmelfahrt. Mit diesem Datum im kirchlichen Kalender ist es umgekehrt. Anders als Weihnachten und Ostern, die total kommerzialisiert wurden, riskiert Himmelfahrt, vergessen zu werden und nichts anderes zu sein, als ein zusätzlicher Feiertag. Die Herausforderung für uns Christen besteht nun darin, den ursprünglichen Sinn und Wert dieser Feiertage wieder lebendig werden zu lassen, um in diesem Sinn auch ein würdiges Leben zu ermöglichen.
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OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im März 2016

In der Ausgabe Atualidades N°18 -März 2015 habe ich die folgende Betrachtung ausgeführt. Beim neuerlichen Lesen dessen, was ich zu der damaligen allgemeinen Situation schrieb, stellte ich fest, dass dasselbe heute genauso gilt wie damals.
Deshalb wiederhole ich die Vorbemerkung aus der damaligen Ausgabe: Dieser Monat März war anders als in den vergangenen Jahren. Der März hat immer einige Charakteristika, die sich jedes Jahr wiederholen: Ende der Sommerferien, Beginn der Schule und der gewohnten Aktivitäten in den Gemeinden. Allgemein sagt man: Brasilien beginnt nur nach Ende des Karnevals wieder zu funktionieren, normalerweise Ende Februar/Anfang März.
Jedoch in diesem Jahr beunruhigen die politischen Ereignisse, die ökonomischen Veränderungen, die Kundgebungen und Demonstrationen der Menschen, die Berichte über die Untersuchungen wegen Korruption und Geldwäsche, -  all das erzeugt ein Klima der Unruhe und Verunsicherung. Ein Klima, das verbreitet wird in der Presse, in der Politik, in sozialen Gruppen, die anscheinend nicht sehen wollen, was auch Gutes gemacht wurde und schon existiert, d.h. in gewissem Sinne einen Rückschritt herbeireden.
Als Kirche und als der Kirche verbundene Einrichtung müssen wir gegenüber Fehlern und Abweichungen im Führungsverhalten aufmerksam bleiben und nicht aufhören, die entsprechenden Verbesserungen und auch Verurteilungen zu unterstützen... weiterlesen >>>
www.luteranos.com.br/oga

Der Rundbrief der OGA aus Brasilien - August 2016

Vorbemerkung
Wir befinden uns mitten in der Ausrichtung der Olympischen Spiele. Ohne Zweifel das weltweit größte Sportereignis. Und deshalb können wir stolz sein, daß wir diese Veranstaltung ausrichten dürfen. Die wunderbare Eröffnungsfeier, im Vergleich zu der ärmlichen bei der Fußballweltmeisterschaft, zeigte die großen Anstrengungen, sie so schön und verschiedenartig wie möglich zu gestalten, um alle Facetten unseres Landes aufzuzeigen. Die weltweit ausgesprochen lobenden Reaktionen zeigten, daß unter diesem Aspekt die Organisation der Spiele gut gelungen ist. Und die Erwartungen und Wünsche sind, daß alles gut innerhalb der Wettbewerbsregeln ablaufen wird, d.h. auch: es gibt immer Gewinner und Verlierer.
Jedoch neben diesen absolut positiven Gegebenheiten im Verlauf der Olympischen Spiele, darf die Menge an offenen Problemen, die durch die wunderbaren Festivitäten und die Propaganda um die Spiele im Hintergrund nur verborgen sind, nicht vergessen werden: die vielen sozialen Probleme, der Zusammenbruch des Gesundheitswesens, durchgeführte allgemeine Verbesserungen leider nur im Zusammenhang mit den Spielen wie z.B. die “Cidade Maravilhosa“ (die wunderbare Stadt in Rio’s altem Hafenviertel). Ganz allgemein für Brasilien: die politische Regierungskrise, Wirtschaft und Moral können nicht durch festliche Spielen weggeblendet werden. Wichtig ist, daß wir wachsam und engagiert für eine gerechtere und gleich gestelltere Gemeinschaft bleiben, in der alle als Sieger hervorgehen.    Martin Volkmann       ________________________________________________________________________      
Verwaltungsrat
Einen Tag früher als die Synodalvertreter trat am 20.Juli der Verwaltungsrat zu seiner zweiten regulären Sitzung zusammen. In dieser Juli-Sitzung war wie immer, neben den Routinefragen über die Arbeiten des OGA, eines der wichtigen Punkte die Analyse der Hilfsgesuche. Es waren diesmal acht Projekte mit einem Gesamtwert von Reais 63.575,00, die genehmigt wurden. Folgende Einrichtungen erhalten Hilfen: weiterlesen >>>

Der Rundbrief der OGA aus Brasilien - Oktober 2016

Konfirmandenflyer

Alle zwei Jahre im Oktober in den geraden Jahren tagt das Kirchenkonzil. In diesem Jahr traf man sich in Brusque/SC in der Synode Vale do Itajai. Jedes Konzil hat ein zentrales Thema als Wegweisung für die IECLB Landeskirche. (Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien) In diesem Konzil wurde das Thema Mission wieder aufgegriffen. Seit 2008 haben wir in der IECLB den Missionsaktionsplan (PAMI = Plano de Acâo Missionaria), anfänglich für den Zeitraum von 2008 bis 2012 und verstärkt für einen zweiten Zeitraum von 2012 – 2016. Kirche bedeutet Mission oder sie hört auf, Kirche zu sein. Deshalb ist es immer wieder wichtig, die Überlegungen über was ist Mission und wie ist Mission zu entwickeln, aufzunehmen. Denn Mission spielt sich nicht in einem geschlossenen Raum ab, sondern in einem ganz konkreten Umfeld, in dem sich die Kirche befindet. Gleichsam muss das missionarische Verhaltender Kirche auch die Realität im Auge behalten: wie werden die Gemeindemitglieder ermuntert und aufgebaut für die Verkündigung des Evangeliums. Und auf der anderen Seite ein Auge auf die Realität haben, in der die Gemeinde eingebunden ist: was kann das Evangelium ganz konkret und spezifisch der Welt in der die Christen leben, sagen? In der derzeitigen Situation sind beide Schwerpunkte große Herausforderungen. Die IECLB wie auch andere bedeutende Kirchen zeigen Zeichen der Stagnation. Es ist vordringlich, die Mitglieder wieder zu begeistern für ein gemeinschaftliches Zusammenleben in Liebe und Kraft. Aber auch die derzeitige Situation und der aktuelle Kontext in dem wir zur Zeit leben, erfordern eine aufmerksame Beobachtung mit einer klaren Aussage aus dem Zentrum des Evangeliums. Für beide Herausforderungen erhalten wir wichtige Beihilfen aus der Reformation. Martin Volkmann   weiterlesen >>>



OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“

© OGA 2012

Eine Besuchergruppe aus der lutherischen Kirche Brasiliens besucht die Zentrale der OGA. Sie wird empfangen vom Generalsekretär der OGA, Pfarrer Martin Volkmann (2.v.links) und seiner Mitarbeiterin, Elisabetha Kannenberg (links)

Die OGA, das Partnerwerk des deutschen Gustav-Adolf-Werkes in der Lutherischen Kirche Brasiliens mit Sitz in Sao Leopoldo auf dem sogenannten „Spiegelberg“, in der Nähe von Porto Alegre, dem Sitz der Kirchenleitung. Dort sind mehrere kirchliche und theologische Einrichtungen der lutherischen Kirche Brasiliens beheimatet, so u.a. die Theologische Hochschule (Faculdades EST= Escola Superior de Teologia), die einzige evangelische Schwesternschaft in Brasilien  in der Casa Matriz sowie der Indianermissionsrat COMIN (Conselho de Missao entre Indios).
Die OGA  fördert die evangelischen Gemeinden in der weitläufigen Diaspora des brasilianischen Kontinents. Sie erhält wie das württembergische GAW am ersten Advent jeden Jahres die Kirchenkollekte der kleinen protestantischen Gemeinden.
Der Leitungskreis der OGA nimmt Förderanträge aus den brasilianischen Gemeinden entgegen und prüft sie, bevor er sie an die Zentrale des GAW Deutschland nach Leipzig weiterleitet.
Ein Interview mit dem Generalsekretär der OGE, Pfarrer Martin Volkmann, über die Arbeit der OGA finden Sie hier >>
www.luteranos.com.br/oga

OGA, die „ Obra Gustavo Adolfo da Igreja Evangelica de Confissao Luterana no Brasil“ im Mai 2016

Gemäß dem liturgischen Kalender befinden wir uns in der Pfingstzeit. Pfingsten - dem Fest des Heiligen Geistes und das am Sonntag 15.05. gefeiert wurde. Diese Zeit gibt uns die Gelegenheit einige Betrachtungen über den Heiligen Geist und insbesondere den für diesen Sonntag vorgesehenen Predigttext anzustellen: AP 2. 1 – 21.  Ich möchte die Aufmerksamkeit auf zwei Aspekte lenken:Erstens - die Beschreibung der Offenbarung des Heiligen Geistes durch ein Brausen vom Himmel, starken Wind und Feuerzungen. Diese drei Begriffe charakterisieren die Offenbarung Gottes. Also, und wie schon in der Offenbarung Gottes am Berg Sinai (Ex 19), ist es wiederum Gott, der sich hier offenbart und jetzt seinen Heiligen Geist schenkt. Und da wir diese Elemente, die den Heiligen Geist charakterisieren, nicht erfassen, greifen, beherrschen, erringen können, können wir den Heiligen Geist auch nicht besitzen, ergreifen oder uns seiner bemächtigen. Der Heilige Geist ist eine Gabe, ein Geschenk. Gott gewährt den Heiligen Geist; wir können ihn nur empfangen.Zweitens – der Bericht in AP 2 beschreibt auch die große Mannigfaltigkeit der Völker. Ferner ist da die Beziehung auf die Prophezeiung von Joel 2, wo ebenfalls die Verschiedenartigkeit von Menschen beschrieben wird, die mit dem Geschenk des Heiligen Geistes bedacht werden sollen. Das heißt, der Heilige Geist ist ein Geschenk Gottes für alle Menschen mit all ihren Unterschieden. Der Heilige Geist vernichtet nicht das Menschsein der Einzelperson, noch zerstört er die Verschiedenartigkeit, noch kreiert er eine Gleichmachung, er erzeugt eine Gemeinschaft inmitten der Vielfalt. In dieser Zeit der Intoleranz und Ausgrenzung derjenigen, die anders denken, erzeugt der Heilige Geist Raum für Toleranz, Akzeptanz, Zugehörigkeit, Gemeinschaft. Welch große Herausforderung für das Volk Gottes gerade in diesem Moment!