Bulgarien

Sanierung des kirchlichen Freizeitzentrums in Velingrad

Die Stadt Velingrad liegt in den Rhodopen, einem bewaldeten Gebirge. Die Region wurde während der osmanischen Herrschaft in mehreren Wellen islamisiert. Dank ihrer über 90 Mineralwasserquellen ist die Stadt das beliebteste Heilbad Bulgariens.

Neben dem Gebäude der kongregationalistischen Kirche in velingrad befindet sich das Erholungs- und Bildungszentrum "Nahdezha" (Hoffnung). Das Gebäude hat ca. 20 Zimmer und einen Essraum, der Platz für 50-60 Personen bietet. Die Kirche nutzt das Zentrum für Seminare für Mitarbeitende und Freiwillige, für Teambuilding sowie für Kinder- und Jugendcamps. Die Kirche hat keine weiteren Zentren dieser Art, deshalb ist "Nadezha" für sie besonders wichtig und wertvoll. Die Union der Kongregationalen Kirchen in Bulgarien bittet um Unterstützung bei der Sanierung des Zentrums. Die dringendsten Arbeiten sind die Isolierung der Hauswände und der Austausch der Fenster.

BULGARIEN: Restriktives Religionsgesetz abgewendet

Das bulgarische Parlament verabschiedete in seiner letzten Sitzung im Jahr 2018 ein Gesetz über die Religionsgemeinschaften. Nach nationalen und internationalen Protesten und Gesprächen mit Religionsvertretern wurden die ursprünglich geplanten restriktiven Bestimmungen aus dem Entwurf gestrichen.
Die einzige wesentliche Neuerung ist die Entscheidung, die größten Religionsgemeinschaften, die Bulgarisch Orthodoxe Kirche und in geringerem Maß die Muslime, mit hohen staatlichen Subventionen zu fördern.

In der ersten Lesung am 4. Oktober 2018 hatte das Parlament den restriktiven Gesetzentwurf noch gebilligt. Das Ziel des Gesetzes war zwar, gefährliche Einflüsse radikaler oder terroristischer Organisationen aus dem Ausland zu verhindern, doch es enthielt zahlreiche Bestimmungen, welche die Religionsfreiheit von religiösen Minderheiten wie protestantische Kirchen und die römisch-katholische Kirche empfindlich eingeschränkt hätten. Beispielsweise sollten nur noch Personen mit bulgarischem Pass und einer theologischen Ausbildung in Bulgarien als Geistliche tätig sein dürfen. Finanzielle Unterstützung aus dem Ausland sollte stark eingeschränkt werden.
Die geplanten Einschränkungen gingen so weit, dass sogar die orthodoxe Kirche Bedenken äußerte. Die Bulgarische Evangelische Allianz wandte sich am 7. November mit einem Brief an die Europäische Evangelische Allianz und an die europäische Öffentlichkeit, in dem sie bat, die bulgarische Regierung, europäische Institutionen und internationale Menschenrechtsorganisationen zu kontaktieren. Auch im Land selbst fanden Proteste statt. Die Bulgarische Evangelische Allianz sieht die nun erfolgte Entschärfung des Gesetzes als einen großen Sieg der Zivilgesellschaft an.

Das GAW hat zwei Partnerkirchen in Bulgarien, die beide Mitglieder der Bulgarischen Evangelischen Allianz sind