Kasachstan-Ost-Europa/Zentral-Asien

2.724.900 km2                                                                                                                           17.289.000 Einwohner

Die Hauptstadt ist Astana mit 852.985 Einwohnern. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 63,1 % Kasachen, 23,7 % Russen, 2,8 % Usbeken, 2,1 % Ukrainer und anderen. 65 % sind Muslime. Religiöse Minderheiten sind Russisch-Orthodoxe, Katholiken, Protestanten und Juden.

Im September 2011 billigte das Parlament ein neues Religionsgesetz. Damit folgte es dem Präsidenten Nursultan Nasarbajew, der eine größere Sicherheit vor religiösem Extremismus gefordert hatte. Das Gesetz unterwirft die Religionsgemeinschaften einer strengeren Kontrolle, u.a. einer Registrierungspflicht. Es verzichtet auf die 1992 formulierte weltanschauliche Neutralität des Staates, bevorzugt stattdessen die vorherrschende hanafitische Rechtsschule des Islam und die russisch-orthodoxe Kirche.

Partnerkirche des GAW der EKD ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Kasachstan (ELKRK)

mit 2.500 Gemeindegliedern in 52 Gemeinden mit neun Pastoren, 25 Predigern und Predigerinnen, 27 Katecheten und Katechetinnen, neun Diakoniemitarbeitenden.

Die ELKRK gliedert sich in die Bezirke Nordkasachstan, Pawlodar, Ostkasachstan, Akmola, Kustanaj, Südkasachstan und Almaty. Nur 20 Gemeinden und Gemeindegruppen verfügen über ein eigenes Bethaus. In der ELKRK gibt es ca. 30 Jugendgruppen. Zum Aufgabenbereich der Kirche gehört auch die Arbeit mit sozial schwachen, kranken und alten Menschen sowie Kontakte mit Kinderheimen und Gefängnissen.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland und die Evangelische Kirche von Westfalen sind Partnerkirchen der Lutherischen Kirche in Kasachstan. Die seit 40 Jahren bestehende mecklenburgische Partnerschaft ist in die neu gegründete Nordkirche übernommen worden.

Jahresprojekt der Frauenarbeit 2017

Wir helfen in Kasachstan :

„Die beiden lutherischen Kirchen in Kasachstan und Kirgisistan setzen sich für die Rechte und die angemessene Versorgung von Waisenkindern ein. Außerdem stärken sie junge Mütter, damit sie ihren Kindern trotz Armut ein liebevolles Zuhause bieten können.

Ihr Engagement sorgt dafür, dass Familien sicherer leben und junge Frauen den eigenen Platz im Leben finden. Dazu bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.“  Inge Rühl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit im GAW 

Hilfe für arme Familien (Kasachstan)

Die meisten Menschen in dem autoritär regierten Staat bekommen von dem Ölreichtum des Landes nichts ab. Besonders Frauen mit Behinderung, sehr junge oder alleinerziehende Frauen sind häufig von Armut betroffen. Die lutherischen Gemeinden in Astana, Pawlodar und Kustanai unterstützen solche Mütter und ihre Familien mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung.

Neben Materiellem benötigen Frauen aus zerrütteten Familienverhältnissen auch seelische und juristische Unterstützung. Die Gemeinde in Astana kümmert sich besonders um Frauen, deren Männer unter Alkoholsucht leiden.