Litauen-Nordost-Europa

Mitglied der Europäischen Union (EU)

65.301 km²                                                                                                                                       2.929.000 Einwohner

Die Hauptstadt ist Vilnius (Wilna) mit 532.910 Einwohnern. 84,2 % der der Bevölkerung sind Litauer. Im Lande leben außerdem 6,6 % Polen, 5,8 % Russen, 1,2 % Weißrussen und Ukrainer und andere. 77 % der Bevölkerung gehören zur Römisch-Katholischen Kirche. Religiöse Minderheiten sind 4 % Russisch-Orthodoxe, 1,1 % Lutheraner und Reformierte, Muslime, und Juden.
Partnerkirchen des GAW der EKD sind die EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHE IN LITAUEN (ELKL)(Lietuvos Evangelikų Liuteronų Bažnyčia – LELB)

mit 19.637 Gemeindegliedern in 54 Gemeinden ,mit 19 Pfarrern und zwei Diakonen.Lutherische Gemeinden gab es in Litauen bereits in der Reformationszeit und zwar sowohl im zu Preußen gehörigen „Kleinlitauen“ (Memelland) als auch im staatlich mit Polen verbundenen und später zum Russischen Reich gehörigen „Großlitauen“. Die heutige Evangelisch-Lutherische Kirche in Litauen entstand im Anschluss an die Unabhängigkeit der Republik Litauen 1918.

Mit der Angliederung an die Sowjetunion 1944 begann für die Kirche eine Zeit großer Einschränkungen. Von den heute 54 Gemeinden der ELKL in Litauen mussten ca. 30 nach der Auflösung der Sowjetunion neu gegründet werden, darunter alle Großstadtgemeinden. Neu belebt wurde auch der schon 1904 gegründete Diakonieverein „Sandora“. Diakoniezentren in Gemeinden leisten wichtige Arbeit mit benachteiligten Kindern, Drogenprävention etc. Das Rehabilitationszentrum für Suchtkranke „Gabrielius“ hat Beispielcharakter für das ganze Land. 2008 wurde die Vereinigung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Litauens mit der Litauischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Diaspora ratifiziert. Die Auslandskirche war von litauischen Flüchtlingen gegründet worden, die in Folge der sowjetischen Besetzung des Baltikums ihr Heimatland verlassen mussten. Die ELKL ist Mitglied des Lutherischen Weltbundes, der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, der Konferenz Europäischer Kirchen und hat die Porvoo-Deklaration unterzeichnet.

Partnerschaftsabkommen bestehen mit der Lutherischen Klasse der Lippischen Landeskirche, eine weitere Partnerschaft hat sich mit der Nordkirche entwickelt. Zugleich unterhält die ELKL enge Beziehungen zur Lutherischen Kirche – Missouri-Synode aus den USA.

 

EVANGELISCH-REFORMIERTE KIRCHE IN LITAUEN
(Lietuvos Evangelikų Reformatų Bažnyčia)

mit ca. 7.000 Gemeindegliedern in 11 Gemeinden mit vier Pfarrern (davon zwei hauptamtliche) und einer Pfarrerin.Die konstituierende Reformierte Synode kam 1557 in Vilnius zusammen. Die Kirche erhielt den Namen „Unitas Lithuaniae“ (Einheit Litauens) und war von Anfang an aus verschiedenen Nationalitäten zusammengesetzt, da neben litauischen und polnischen Christen auch Emigranten und Glaubensflüchtlinge aus Schottland, Deutschland, Tschechien und Frankreich zu ihr gehörten. Während der Sowjetzeit durften keine Theologen ausgebildet werden. Nachdem der letzte reformierte Geistliche Litauens im Jahr 1982 verstarb, wurden die Gottesdienste bis 1992 von einem lutherischen Pfarrer gehalten. Das erste Jahrzehnt nach der politischen Wende war geprägt vom mühsamen Wiederaufbau der Gemeinden. Im Sommer 2003 wurden in der Kirche erstmals zwei Frauen ordiniert. Die Kirche ist Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen.

 

 

Kindergarten "Der gute Hirte"

Der Christliche Kindergarten in Vilnius nahm seine Arbeit im Januar 2015 auf. Die Einrichtung ist bisher in dieser Art die einzige der Evangelisch-Reformierten Kirche in Litauen. Der Kindergarten befindet sich in einem Neubaublock. Insgesamt sechs Mitarbeiterinnen kümmern sich um 20 Kinder im Alter ab drei Jahren. Entsprechend dem christlichen Profil des Kindergartens werden die Kinder nach dem Programm „Der gute Hirte“ unterrichtet.

Die Räume, in denen sich der Kindergarten befindet, sind ursprünglich nicht für eine Kindereinrichtung gebaut worden. Dem Kindergarten fehlt ein gesonderter Eingangsbereich, der während der kalten Jahreszeit dringend notwendig wäre. Beim Öffnen der Tür strömt die kalte Luft ungehindert in die Ruhe- und Schlafräume. Deshalb möchte der Kindergarten eine kleine Eingangshalle errichten, in der unter anderem auch genügend Platz für die Aufbewahrung von Spielsachen wie Fahrräder vorhanden ist. 

 

Die Kosten sind veranschlagt mit 9 050 €. Weitere Unterstützer des Projektes sind die Kirchenleitung, die Ökumenekirche Schweden und die Stadtverwaltung.