Das Gemeinehaus in Dębowiec

 

Hier lesen Sie den damaligen Projektantrag an das GAW:

(und unten der Dank!)

 

Von: Mirek Czyż [mailto:mczyz@luteranie.pl]

Gesendet: Montag, 1. August 2011 17:50
An: Gustav Adolf Werk - Ulrich Hirsch
Betreff: Hoefliche Anfrage - Pfr. M. Czyz
Sehr geehrter und lieber Herr Hirsch,
hier meldet sich Pfr. Mirek Czyz, frueher in Katowice, jetzt in Skoczow. Am Anfang moechte ich Sie ganz herzlich gruessen und meine Freude aeussern, dass die Studienreise nach Polen wieder gut ausgelaufen ist.
Heute schreibe ich aber an Sie in einer sehr delikaten Sache. Lange habe ich gedacht, dass dieses Schreiben nicht nötig sein wird. Es hat sich aber herausgestellt, dass ich doch Hilfe suchen muss.
Worum es geht?
Seit 5 Jahren wurde in meiner neuen Gemeinde (Skoczow, 15 Km von Dziegielow entfernt) ein Gemeindehaus gebaut (genau war es im Dorf Dębowiec, wo wir eine Filialkirche und ca. 350 Mitglieder haben). Vor zwei Wochen, 17 Juli, wurde es vom Bischof der Kirche eingeweiht. Der ganze Bau kostete beinahe 700.000 Zloty. Da wir in Skoczow keine Immobilien haben, waren wir auf die Kollekten und individuelle Spenden der Mitglieder aufgewiesen (Einmal, es war vor vier Jahren, haben wir auch den Zuschuss vom GAW-Polen in der Höhe von 15.000 Zloty). Nun steht das Haus fertig. Wir möchten es als Gemeindezentrum nutzen – also geistliche, diakonische (bes. Seniorenarbeit), ökumenische, wie auch gesellschaftliche Ziele (Treffsaal für die grössere Veranstaltungen, die im Dort unternommen sein werden) realisieren. Dazu brauchen wir noch einiges zu kaufen: Teller, Besteck, Gläser, grosse Topfe, denn wir möchten hier auch Geburtstage und andere Feste organisieren.
Da wir es für die Einweihung „wirtschaftlich“ vorbereiten wollten (d. h. auch Küche und den Saal ausrüsten: z. B. Ankauf des Kühlschranks, zwei Backofen, 6 grosse Tische und 70 Stühle), wie auch äusserlich schön machen wollten (Ankauf der Steinpuzzle vor den Eingang und für die Einfahrt für Behinderte), mussten wir 27.000 Zloty von einer Nachbargemeinde ausleihen, um es finanziell zu schaffen. Denn all die oben genannten Geräte und Gegenstände gerade diese Summe betrugen.
Am Anfang dieses Jahres haben wir zusätzlich 70.000 Zloty von dem Konsistorium ausgeliehen, die wir bis Ende des Jahres zurückgeben müssen.
Wir sind im Stande diese 70.000 zurückgeben – das hoffe ich sehr.
Diese 27.000 müssen wir bis Ende Oktober zurückgeben. Und das ich für den heutigen Tag unmöglich. Ich wollte Sie nicht belasten, aber wir befinden uns in einer sehr schweren Situation. Aus diesem Grunde erlaube ich mir und wage mich, Ihnen diese Situation im Detail zu beschreiben. Und wie Sie es sicherlich ahnen, möchte ich mich an Sie um die finanzielle Unterstützung wenden. Sie haben sicherlich viele Kontakte - innerhalb der wuerttembergischen Kirche und auch innerhalb der diakonischen Einrichtungen.
Ich weiss, dass es viel ist (ca. 7.000 Euro). Ich bin mir bewusst, dass es wahrscheinlich nicht geht, dass Sie d. h. die Kirche/die Diakonie die ganze Summe an meine Gemeinde spenden kann. Darum dürfte ich nicht bitten. Aber vielleicht werden Sie es mit den Verantwortlichen besprechen können und vielleicht finden Sie Mittel, um dieses Projekt zu unterstützen.
Ich bitte Sie sehr freundlich, darüber nachzudenken und meine Gemeinde ins Herzen nehmen.
Mit herzlichen Grüssen
Ihr Pfr. M. Czyz

 

Im Juli 2012: Lesen Sie hier den Dank der Gemeinde in Debowiec mehr >