Portugal

Unterkünfte für Flüchtlinge und Notleidende in Palmela

In Portugal ist die Frage der Migration und der vielen Asylsuchenden eine große Herausforderung. Dabei hat durch die soziale Krise im Land auch die häusliche Gewalt zugenommen, die insbesondere Frauen betrifft und die Betroffenen deswegen eine zeitweise Unterkunft brauchen. Auch die Situation der Obdachlosen gerade in den kalten Monaten ist sehr prekär und so besteht ein großer Bedarf an vorübergehenden Unterkünften, den die Presbyterianische Kirche durch die Errichtung von Notunterkünften in Palmela decken möchte.

Dafür soll ein älteres, der Kirche gehörendes Gebäude saniert werden. Während im Erdgeschoss Unterkünfte für acht Asylsuchende und Flüchtlinge entstehen, sollen im 1. Stockwerk für Notleidende aus Portugal Räume geschaffen werden. Dazu müssen das Dach und die Außenfassade erneuert werden.

Experiences vom workcamp des ejw in Portugal

Das Gustav-Adolf-Werk hat das workcamp finanziell unterstützt bei der Renovierung eines Kindergartens am Centro Social da Cova e Gala in der Nähe von Coimbra.
Daniela, Max, Simon und Thai An berichten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen:
Wir haben eine tolle Zeit hier! Sonne, Strand und mehr...
Wir sind nach zwei Tagen, 22 Stunden Fahrtzeit und einer Zwischenübernachtung in Bordeaux endlich angekommen. Die Reise durch Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal verlief zügig und staufrei.
In Figueira da Foz kamen wir erst recht in Fahrt. Am ersten Tag legten wir los mit Dampfstrahler, Gerüst, Grundierung und einem Großeinkauf im nächsten Baumarkt. Bei Sonnenschein und einer frischen Meeresbrise nimmt die Baustelle immer mehr an Gestalt an: Türen und Fenster werden ausgebaut. Etliche davon entsprechend ihrem Zustand ausgebessert, erneuert und farblich aufgefrischt. Auch mehrere Hundert m2 Fassade von verschiedenen Gebäuden erhalten neue Farbe. Der Grillplatz erstrahlt nach gründlicher Säuberung mit dem Dampfstrahler und Ausbesserung der Überdachungen und Sitzecken in neuem Glanz.
Nach harter Arbeit in der Sonne gibt es am Strand Abkühlung, Spiel, Sport und Spaß. Im Centro Social da Cova e Gala werden wir bestens versorgt. Sandra Reis, die Leiterin des sozialen Zentrums, freut sich über die gute Stimmung und das kräftige Anpacken der Gruppe - es geht rund!
Andachten geben Denkanstöße zum workcamp Thema: "Walk the Line". Bei der Arbeit finden Gespräche über Gott und die Welt statt, aber auch welche (Zwischen-)Ziele wir haben, wie wir im Leben unterwegs sind und welche Menschen uns auf unserer Lebensreise begleiten.
Wir schicken sonnige Grüße nach Deutschland!
(Daniela, Max, Simon und Thai An)