Serbien

Stärkung der EHO und Ausbildung von Mitarbeitenden

Die EHO wurde 1993 von fünf Minderheitskirchen in Serbien gegründet. Seitdem konnten unzählige Hilfsprojekte erfolgreich durchgeführt werden: humanitäre Hilfe, mobile Ärzteteams, ein HIV/AID- Hilfetelefon und Unterstützung für behinderte Menschen. Seit der Flüchtlingskrise 2015 engagiert sich die EHO erneut für die Flüchtlinge. Mit ihrem einzigartigen Netzwerk diakonischer Gruppen, mit über 500 Freiwilligen und 88 Hauptamtlichen, zählt die EHO heute zu den größten Nichtregierungsorganisationen in der Vojvodina.

Die EHO hat eine wichtige Vorreiterrolle in der Entwicklung von Initiativen, die zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen beitragen. Ihre Projekte dienen anderen Organisationen oft als gute Praxisbeispiele. In Bereich soziale Inklusion und Sozialschutz braucht es dafür eine verbesserte Zusammenarbeit mit nationalen Behörden. Die Leitung der EHO will das Hilfswerk organisatorisch stärken, die Fundraising-Kapazitäten erweitern und in die Professionalität von Mitarbeitenden investieren.

Brot brauchen - Neues aus der Deutschen Evangelischen Kirchengemeinde Belgrad - Juli 2016

Was heißt „nasušni“? hab ich gefragt, und die Sprachlehrerin antwortet: „desperately needed“ – verzweifelt nötig. Es geht um die vierte Vaterunserbitte. Mir fährt ins Herz, wie die Sprache der Serben die vertraute aber auch formelhafte Wendung vom „täglichen Brot“ mit Erfahrung füllt: eine Generationengeschichte der Entbehrung. Noch 1999, unter den Nato-Bomben und dem Embargo, haben viele Leute hier gehungert. ...