Partnerschaft zur protestantischen Kirche in der nordserbischen Region Vojvodina

Im Auftrag der drei Kirchenbezirke Gaildorf, Blaufelden und Künzelsau besuchten Anfang Mai 2012 je zwei Vertreter der Kirchenbezirke unter der Leitung von Herrn Ulrich Hirsch, Gustav-Adolf-Werk Württemberg, protestantische Kirchen in der Vojvodina.
In Belgrad wurde die Gruppe von Evka Hlavati und ihrem Bruder mit einem Kleinbus abgeholt und die ganze Zeit über begleitet. Die Reise ging von Belgrad über Stara Pazova (Pfr. Igor Feldis), Novi Sad (Bischof Samuel Vrbovsky), nach Kovacica (Senior Pavel Sklenar, Pfrin. Petrak) und Padina. Die Reisegruppe hat vielfältige Eindrücke des Lebens der slowakischen Kirchengemeinden erhalten. Die Gemeinde in Belo Blato hat zur Zeit keinen Pfarrer mehr. Die Gemeinde in Hajducica (Jaroslav Javornik), an der Grenze zu Rumänien, baut gerade ein Jugendzentrum. In Novi Sad besuchten sie u.a. die Hilfsorganisation (EHO), diese fördert u. a. die Eingliederung von Roma in die dortige Gesellschaft. Die Arbeitslosigkeit befindet sich bei ca. 20% und nur etwa 10% erhalten regelmäßig Sozialhilfe. Das Opfer am Karfreitag,“ Hoffnung für Osteuropa“ unterstützt diese Arbeit. Dort wurde die Gruppe von Pfarrer Vladislav Iviciak, der die erst begonnene Posaunenarbeit leitet, begrüßt. Er ist Diakoniepfarrer sowie Pfarrer einer Gemeinde in Belgrad. Diese Kirche gehört eigentlich noch der Stadt Belgrad, wurde aber zu anderen Zwecken genutzt und ist in einem sehr schlechten Zustand.
Wie können wir diese Partnerschaft mit evangelischen Christen in Serbien weiter vertiefen und Möglichkeiten entwickeln, um Kontakte zu knüpfen? Eine wäre, an die bereits begonnene Posaunenarbeit anzuschließen oder ein Jugendprojekt in einer serbischen Gemeinde zu planen. Letztes Jahr waren bereits Gäste aus der Vojvodina anlässlich des Gustav-Adolf-Festes zu Besuch in Künzelsau. Der Kirchenbezirk Gaildorf hat, wie Herr Pfarrer Brenner berichtete, bereits gute Verbindungen in die Vojvodina und der Kirchenbezirk Blaufelden plant einen Pfarrkonvent in Serbien.

Birgit Siller