Spanien

Sanierung des Ökumenischen Zentrums in Los Rubios

Das Ökumenische Zentrum Los Rubios (Centro Ecuménico Los Rubios) in der Nähe von Málaga wurde Anfang der 1980er Jahre gebaut und ist seitdem ununterbrochen als ökumenische Begegnungsstätte in Betrieb.

Das Zentrum wird ohne Gewinnabsicht verwaltet. Die örtliche Gemeinde nutzt die Kapelle und weitere Räumlichkeiten mit. Jeden Sonntag werden ökumenisch offene Gottesdienste gefeiert. Das Zentrum bietet mit seinen 20 Zimmern Platz für rund 60 Personen und dient als Kinderferienlager, als Stätte für verschiedne Konferenzen oder Familienurlaube.

Das Zentrum Los Rubios wird seit über 30 Jahren intensiv genutzt. Um das Zentrum besser an die Bedürfnisse der Zeit anzupassen und attraktiver zu gestalten, sind Erneuerungen dringend geboten. Es wurden schon Betten ausgetauscht und neue Tische und Stühle angeschafft. Nun sollen die Bäder der 20 Gästezimmer dringend renoviert werden.

Hoffnung verkünden und mit Leben füllen in Spanien

Wir wollen Hoffnung verkündigen," sagt Pastor David Manzanas aus Alicante. Mit seiner Frau betreut er die vier Gemeinden im Presbyterium Levante der Iglesia Evangélica Espanola (IEE). Es ist das kleinste der sieben Presbyterien der IEE mit max. 250 dazugehörenden Mitgliedern. "Das spüren Menschen - insbesondere wenn sie verletzt sind. Wir selbst sagen manchmal, dass unsere Kirche wie eine Gesundheitsstation ist. Es kommen die mit Verletzungen, die, die angewiesen sind auf Hilfe und die Heilung brauchen. Und wenn sie geheilt sind, dann gehen sie oft wieder..." Und er fährt fort: "Manchmal ist das enttäuschend für uns als kleine Diasporakirche, denn wir wachsen in Spanien kaum. Dennoch ist es unsere Aufgabe, Hoffnung zu verkündigen und zu leben. Zu uns kommen die, die in der Gesellschaft oft nicht wahrgenommen werden - oder sogar abgelehnt werden. Unter den "Evangelicos" in Spanien sind wir deshalb auch Außenseiter, weil wir vielen zu liberal sind." Und dann erzählt er davon, wie die kleine 30-köpfige Gemeinden der IEE in Alicante mit der Kirche im Stadtzentrum eine für ihre Verhältnisse große diakonische Arbeit leistet. An zwei Tagen in der Woche kommen Menschen, um Lebensmittelpakete abzuholen. Es sind hauptsächlich Moslems z.B. aus Marokko und Algerien. Aber auch arme Spanier und Ladinos kämen. 320 Familien werden versorgt. Die Lebensmittel werden von der "Banco de Alimentos" und der Europäischen Union gestellt. Die Verteilung und Registrierung erfolgt durch Freiwillige der Gemeinde. "Das wiederum stärkt unsere Gemeinde," sagt David. Eine enorme Kraftanstrengung, die die Gemeinde da leistet. "Für uns ist das ganz praktisch Hoffnung verkündigen! Wir verteilen die Lebensmittel in unserer Kirche. Auch der Raum verkündet den Empfangenden nicht nur durch die Gaben Hoffnung."

Sanierung des Freizeitzentrums „Aiguaviva“ in Lérida

Generationen von Evangelischen aus Katalonien haben in diesem kirchlichen Freizeitzentrum wunderbare Tage verbracht. Heute sind unter den Gästen auch Flüchtlings- und Migrantenkinder, die die Diakoniezentren der Spanischen Evangelischen Kirche besuchen und sonst keine Chance hätten, aus der Stadt herauszukommen.

Das Freizeitzentrum „Aiguaviva“ liegt 136 Kilometer von Barcelona entfernt. Der katalonischsprachige Name bedeutet auf Deutsch „lebendiges Wasser“. Insgesamt bietet das Freizeitzentrum Platz für 60 Personen. Es gibt zwei große Schlafsäle und fünf Ferienwohnungen.Vor 45 Jahren wurde das Gelände erworben. Damals, in der Zeit der Franco-Diktatur, durfte die evangelische Kirche nicht als Eigentümerin auftreten. Sie hatte keine Rechte gegenüber dem Staat. So musste ein Pfarrer als Eigentümer eingetragen werden. Für die evangelische Kirche in der Region Katalonien spielt „Aiguaviva“ eine identitätsstiftende Rolle.

Alle Familien in evangelischen Kirchengemeinden haben hier Freizeiten erlebt, Urlaube gemacht und zugleich an der Erhaltung des Zentrums mitgearbeitet. Das ist bis heute so. Mindestens zwei Mal im Jahr gibt es Arbeitseinsätze von Gemeindegliedern. An den Freizeiten nehmen zunehmend Kinder teil, deren Muttersprache weder Spanisch noch Katalanisch ist. Unter den Kindern und Jugendlichen, die das kirchliche Jugendzentrum „Moisés“ in Santa Coloma besuchen, sind viele Geflüchtete und Migranten. In „Aiguaviva“ können sie den beengten Wohnungen entfliehen, unbekümmert spielen und die Natur erkunden. Mehrere Räume des Freizeitzentrums müssen dringend erneuert und die Wege um das Gebäude herum ausgebessert werden.

Spanien: Weiterhin evangelische Pfarrer ohne Rentenansprüche

Die emeritierten spanischen Pfarrer sind auch nach dem rechtskräftigen Urteil des Strasburger Menschenrechtsgerichtshofes weiterhin ohne Rentenansprüche.
Auf Grund dessen muss die Spanische Evangelische Kirche (IEE) in ihrem Haushalt jährlich 65.801 € für volle oder anteilige Rentenzahlungen veranschlagen. Die Kirche sieht sich verpflichtet, die Pensionäre, für die sie nicht oder nur teilweise in die Rentenkasse einzahlen durfte, weil ihr Beruf nicht anerkannt war (noch bis 1999!), in voller Höhe zu bezahlen.
„Wir möchten, dass sie dieselbe Rente erhalten, die sie bekämen, wenn wir für sie hätten einzahlen können, was uns nicht erlaubt war“, sagt der Kirchenvorsitzende Alfredo Abad. Es handelt sich um 17 Personen, 11 Pfarrwitwen und 6 pensionierte Pfarrer.
Laut dem vorigen Kirchenpräsidenten Joel Cortes hat die IEE insgesamt schon 1,5 Millionen Euro an Pensionszahlungen geleistet.
Die Konferenz Europäischer Kirchen hat zu diesem eklatant diskriminierenden Thema ein Youtube Video in englischer Sprache „Justice for Spanish Pastors“ erstellt, das wir sehr empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=tfxdPof9ltU
(Quelle: Blätter aus Spanien (Nr. 62 - Frühjahr 2019)