Lobet und preiset ihr Völker den Herrn

Vom 29. 8. bis 4.9.2019 lernten 25 Personen unter Leitung des früheren GAW-Geschäftsführers, Ulrich Hirsch, und der örtlichen Reiseleitung von Katja Oganezova zusammen mit dem umsichtigen Busfahrer Georgi, 6 Tage lang Land und Leute von Georgien kennen und schätzen. Für fast alle von uns war es ein Weg in fremdes und neues Land.

Das Land konnten wir in viele Richtungen bereisen. Schöne Landschaften u. a. Kachetien, interessante Dörfer, Städte und Klöster und wurden mit vielen Informationen versehen. Faszinieren war zu hören von der Christianisierung des Landes durch die Heilige Nino ebenso wie von dem ersten König Wachtang, der das Land Georgien begründete. Staunend nahm die Gruppe die Ergebnisse der Ausgrabungen in Dmanisi vom ältesten Europäischen Menschenschädel vor mehr als 1,7 Mill. Jahren auf. Die Höhlenstadt Uplisziche aus dem 2.und 3. Jhdt n. Chr. Fasziniert ebenso wie die Spuren der Besiedlung der Deutschen, die um 1818 zum ersten Mal nach Georgien kamen. Am meisten waren alle von den hilfsbereiten und freundlichen Menschen beeindruckt, denen wir während unserer Reise  begegneten. Als Freunde der evangelischen Christen in ihren Gemeinden aufgenommen spürten wir stets die innere Nähe zu uns bei unseren Glaubensgeschwistern. Am ersten Abend wurde uns in Tbilissi die Gemeindearbeit mit den damit verbundenen diakonischen Einrichtungen wie Pflegeheim, Pflegedienst, Essen auf Rädern und Mittagstisch vorgestellt. In Kvareli lernten wir eine Gruppe Jugendlicher, die in ihrer Gemeinde die Sonntagsschule besuchen, in einem Freizeitheim kennen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde konnten wir miteinander singen in zwei Sprachen und ließen uns Lieder auf georgisch vorsingen. Ein weiterer Besuch galt der modernen Stadt Rustavi. Sie wurde auf Befehl Stalins nach dem 2. Weltkrieg vor allem durch Kriegsgefangene aus dem Boden gestampft. In der Gemeinde wurden wir sehr schön mit Gesang, Aufführungen und Musikstücken beglückt. Auch dort fühlten wir Schwaben uns gleich wie Freunde aufgenommen. Bei einem Gemeindebesuch in Bolnisi, als „Katharinenfeld“ von Schwaben gegründet, haben uns die Kinder der Kinderkirche mit ihren Liedern und ihren Tänzen willkommen geheißen.
Überall wo wir Menschen in ihren Gemeinden besuchten konnten wir die Gastfreundschaft  auch und gerade bei den Köstlichkeiten spüren und wahrnehmen, die für uns vorbereitet und äußerst lecker waren.
Den stärksten Eindruck der Freundschaft vermittelte uns der Sonntagsgottesdienst in Tbilissi, den wir gemeinsam feierten. Die Predigt hielt Ulrich Hirsch. Diese wurde von Frau Pfarrerin Irina Solej ins Georgische übersetzt. Unser spontan entstandener Reise-Chor bereicherte den Gottesdienst ebenso wie der Gemeindechor. Unvergesslich wird uns die gemeinsame Feier des Heiligen Abendmahls bleiben, als wir in einem großen Kreis um den Altar standen und sahen und spürten wie wir nicht mehr Fremde sondern Freunde in Christus waren. Mit diesen guten und unvergesslichen Eindrücken konnten wir getrost unsere Rückreise antreten. Georgien wird uns immer in sehr guter Erinnerung bleiben.
Friedrich Länge