"Auf den Spuren der Waldenser"

Henri-Amaud-Haus in Schönenberg

Eine GAW-Wanderung vom 18. - 22. September 2013

Hier ein eindrucksvoller Bericht von Volker Ruta:

„"Auf den Spuren der Waldenser“ hatte das Gustav-Adolf-Werk vom 18. bis 22. September letzten Jahres nach Ötisheim eingeladen. Die Gruppe erwanderte die Gegend um Ötisheim bis nach Pinache, Großvillars usw. Auch ein Unwetter konnte sie nicht aufhalten. Eine der ältesten Teilnehmerinnen meinte triefnass: „die Glaubensflüchtlinge werden auf ihrer Wanderung nach Württemberg bestimmt noch schlechteres Wetter gehabt haben und ließen sich nicht verdrießen“. Eine Teilnehmerin, Heidi Ruta, geb. Theilman,n war eine Nachfahrin der Waldenser. Sie kannte Ötisheim aus ihrer Kindheit gut, schließlich kamen ihre Eltern aus Ötisheim. Sie wollte aber noch mehr über die Waldenser in ihrer Heimat wissen. In Torre Pelice war sie schon mit dem Gustav-Adolf-Werk.
Sie erfuhr mehr als sie dachte. Vor einiger Zeit hatte sie erfahren, dass bei einer Beerdigung ein ihr Unbekannter aus Ötisheim nach der Familie ihres Vaters gefragt hatte. Heidi Ruta wollte genauer wissen, wer dies war, erfragte seine Adresse und klopfte bei ihm an. Beide trafen sich dann in der Krone und tauchten in die Geschichten ihrer Familien ein. Viel Papier wurde begritzelt, um die gemeinsamen Vorfahren zu finden.
Heidi Ruta und er forschten dann nach ihren waldensischen Wurzeln. In einem alten Stammbuch war zu finden, dass die Frau des gemeinsamen Urgroßvaters mit einer Rosine Armand verheiratet war, die wiederum die Tochter von Peter Armand und Johanne Jourdan aus Corres war. Beide hatten waldensische Eltern, Johann F. Jourdan und Johanne Rolle bzw. Johanne Jourdan und Johann M. Armand. Über diese gemeinsamen die Ur-ur-ur-großeltern hinaus hatten die beiden ad hoc Waldenserforscher keine Informationen."

 

 

"Winterlich verzaubertes St. Petersburg"

© Ost & Fern Reisedienst GmbH

Studienreise der GAW-Frauenarbeit vom 27.2. - 6.3.2013  Leitung: Dora Schultheiß

 

St. Petersburg heißt seit der politischen Wende in Russland wieder so, Leningrad ist passé. Was hat diese Stadt in ihrer über dreihundertjährigen Geschichte durchgemacht: Gründung in den Sümpfen der Newa mit unzähligen namenlosen Opfern, Zaren(gewalt)herrschaft, Revolution und politische Folgen, Krieg, unmenschliche Belagerung. Und jetzt wieder ein Neuanfang, der jedoch beileibe nicht allen zugute kommt. Das konnten die Teilnehmer der GAW-Reise deutlich sehen und spüren. Was würde wohl Lenin zur Reklame für PepsiCola auf dem Newskij Prospekt sagen? Vereinsamt steht er noch auf dem Sockel vor dem Finnländischen Bahnhof und weist den Weg in eine vermeintlich bessere Zukunft.

 

Für einige war es ein erneuter Besuch, andere erlebten diese interessante Stadt zum ersten Mal und waren begeistert. Frau Dora Schultheiss absolvierte ihre 15. Reise sozusagen als Heimspiel, ihr gilt der besondere Dank, für Einsatz und Engagement, für Management mit Bravour. Und unsere sympathische Reiseleiterin Elena ist ein wandelndes Lexikon, sie wusste einfach alles.  Die Eremitage mit Rembrandt´s „Verlorenenem Sohn“ und der umfangreichen Matisse-Sammlung musste man natürlich sehen, auch die „Woge“ und das Original-Altarbild aus der evangelischen Petrikirche im Russischen Museum.

Ein besonderes Erlebnis im Spätwinter: die auf der ganzen Breite zugefrorene Newa und die in der Sonne glänzenden goldenen Kuppeln des Katharinenpalastes im tief verschneiten Zarskoje Selo. Unvergesslich.  Den Weltgebetstag am 1.März erlebte ein Teil der Gruppe in guter Ökumene. Die Teilnehmer fühlten sich mitten drin aufgehoben bei Gebet und Liedern, obwohl nur einsprachig russisch, und einem Imbiss danach. Ein Zeichen weltweiter Christenheit. Der Sonntag war „Familientag“. Vormittags Mitfeiern des zweisprachigen Gottesdienstes in der Petrikirche, Begegnung mit Edith Müthel, der Autorin des bewegenden Buches „An Gottes Hand“ und Führung mit Frau Schulmeister durch die Katakomben der ehemaligen „Schwimmbadkirche“. Dann der Besuch verschiedener Gemeindeglieder in ihren Familien. Dieser Tag hinterließ tiefe Eindrücke, viele Nöte der Vergangenheit aber auch der schwierigen Gegenwart wurden lebendig. Wohl niemand kehrte unbeeindruckt ins Hotel zurück, auch nicht nach dem Besuch eines Kinderheimes im Vorort Rybazkoje. Dankbar für die behütete Reise kehrte die Gruppe aus dem winterlichen St. Petersburg zurück ins schon frühlingshafte Deutschland – der Frankfurter Flughafen war erst eine Woche später eingeschneit.

und Fotos hier >>

"Von Samara nach Moskau auf der Wolga"


Flusskreuzfahrt auf der MS Puschkin vom 10. - 20. Mai 2013


Leitung: Doris Söhner

Ein Bericht über die Reise hier >>

... und Fotos dieser schönen Reise: