Unsere Reisen im Jahr 2015:

Kirche Kunst Kontakte, Studien- und Begegnungsreise Slowakei vom 27.8.- 4.9.2015

In der Mitte Europas Unbekanntes entdecken! Als eigenständiger Staat im Jahr 1993 entstanden, birgt die Slowakei eine jahrhundertealte Geschichte - auch eine gemeinsame 500jährige Reformationsgeschichte und 800jährige deutsche Siedlungsgeschichte.
Wir erlebten die quirlige Hauptstadt Bratislava; die reizvolle Landschaft zwischen Donau und Hoher Tatra; die Zipser Burg, eines der größten mittelalterlichen Burgareale.
Im Themenjahr „Bild und Bibel“ der EKD-Reformationsdekade stellten wir zudem die Frage, was Diaspora und Kunst miteinander zu tun haben. Insbesondere die Artikularkirche in Kesmark/Kežmarok und der weltgrößte spätgotische Flügelaltar in Leutschau/ Levoča fesselten uns. Aber auch die „gebaute Verkündigung“ der modernen evangelischen Kirchenbaukunst erlebten wir. Wir freuten uns auch über gute Gespräche in den Kirchengemeinden.

Bericht über die Reise des Gustav-Adolf-Werks Württemberg und der Kirchengemeinde Bietigheim in die Slowakei (27.8. – 4.9.2015)

„Kirche - Kunst – Kontakte. In der Mitte Europas Unbekanntes entdecken.“ Unter diesem Motto besuchte eine Reisegruppe des Gustav-Adolf-Werks Württemberg (GAW) und der Kirchengemeinde Bietigheim vom 27. August bis 4. September 2015 die Slowakei.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir waren sehr beeindruckt! Natürlich auch wegen der quirligen Hauptstadt, natürlich auch wegen der Hohen Tatra und der wunderschönen Landschaft. Auch wegen der ausdrucksstarken Werke Meister Pauls. Insbesondere aber wegen der überaus gastfreundlichen Begegnungen, sei es in Bratislava oder weitab davon. Der Gottesdienst in der bedeutenden Artikularkirche von Kesmark/Kežmarok, die vielen Gespräche mit Pfarrerinnen und Pfarrern, Gemeindegliedern, im Bischofsamt – überall durften wir fragen, uns austauschen, sehen, wie sich Projekte des GAW entwickelt haben und kirchliches Leben sich entfaltet. Wenn vielleicht auch als Veilchen, das man nicht gleich sieht, das aber seinen Duft unverdrossen verströmt. So sagte es ein Gemeindeglied in Heiligenkreuz/Žiar nad Hronom, wo wir eine Andacht auf der Kirchenbaustelle hielten. Hier ein Kirchenneubau, in Durlsdorf/Tarožná eine Kirche, die vor dem Verfall bewahrt wird. Aber überall Hoffnung, dass Gott seine Gemeinde begleitet.
Unvergesslich ist uns auch der Besuch in Svit, dem ursprünglich ohne Kirche geplanten Industrieort, wo sich der Heilige Geist seinen Weg gebahnt hat und heute eine katholische und eine evangelische Kirche das städtische Leben mitprägen.
800 Jahre gemeinsame deutsche Geschichte, 500 Jahre gemeinsame evangelische Geschichte. Wir sind dankbar, dass wir überall so freundlich aufgenommen wurden; wir sind dankbar für den gelungenen Brückenschlag vom Südwesten Deutschlands in die Mitte Europas. Dass die Situation nicht immer einfach ist, gilt hier wie dort. Dass wir voneinander wissen, uns besuchen, kann uns bestärken. Wir jedenfalls sind ermutigt und beschenkt zurückgekehrt und wünschen von Herzen allen, denen wir begegnet sind, Gottes gute Begleitung.
Im September 2015
Martina Ritter