GAW Tag 2017 in Stuttgart, Hosptialhof

Diaspora und Reformation mit Impulsbeiträgen und anschließender Gesprächsrunde.

Vorstellung des neuen Jahrgangs 2017/18 des Freiwilligendienstes  und Aussendungsgottesdienst in der Hospitalkirche.

Verabschiedung des Geschäftsführers Ulrich Hirsch am Abend.

 

 

Diaspora und Reformation

Weltweite Beziehungen im Brennpunkt

Diaspora und Reformation lautete passend zum Jahr des Reformationsgedenkens das Motto des diesjährigen GAW-Tages am 22. Juli 2017 im Stuttgarter Hospitalhof.

Die Vorsitzende des GAW-Württemberg und zugleich Präsidentin des GAW-Deutschland, Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm, konnte zu diesem wichtigen Tag neben zahlreichen Delegierten und Gästen den Ehrenpräsidenten des GAW-Deutschland, Dr. Wilhelm Hüffmeier, den früheren Ökumenereferenten der Kirche der Böhmischen Brüder, Pfarrer Gerhard Frey-Reininghaus und den scheidenden Geschäftsführer des GAW-Württemberg, Diakon Ulrich Hirsch begrüßen.
Diese näherten sich der Themenstellung „Diaspora und Reformation“ aus unterschiedlichen Perspektiven.
Stand bei Wilhelm Hüffmeier die systematisch theologische und kirchengeschichtliche Reflexion – eindrücklich veranschaulicht an konkreten Beispielen aus der Diaspora im Vordergrund, so teilte Gerhard Frey-Reininghaus die jüngeren Erfahrungen aus seiner Diasporakirche in Tschechien mit.
Ulrich Hirsch präsentierte eindrücklich, wie Reformation, immer auch die Rückkehr zum Eigentlichen bedeutet. Diaspora, so Hirsch, bedeute, das Kleine, das Unbedeutende zu sehen und darauf Acht zu haben.

Bleiben, Widerstehen und sich für Vielfalt einsetzen und diese repräsentieren, waren ein Stichwort aus dem sich anschließenden Gespräch.

Frisch, fröhlich, selbstbewusst und lautstark präsentierte sich der neue Freiwilligenjahrgang. 21 junge Menschen konnten im Gottesdienst in der Hospitalkirche ausgesandt werden. Sie gehen zu Projekten und Einsatzstellen der Partnerkirchen in Argentinien, Chile, Italien, Paraguay, Uruguay und erstmals auch nach Bolivien.

In seinem Jahresbericht skizzierte Schatzmeister Siegfried Schmid auch die beachtlichen Ergebnisse und Früchte der Arbeit des Jahres 2016. Bei einem Gesamtvolumen von 1,6 Millionen Haushaltsbudget sind neben den jährlichen Einnahmen durch Adventsopfer, Konfirmandengaben Spenden in beträchtlicher Höhe, vor allem auch durch die Flüchtlingshilfe Syrien in Höhe von 53.000 € und Griechenland mit 36.000 € zu verzeichnen.

Das Gustav-Adolf-Werk Württemberg als größtes Einzelwerk im Bereich der EKD trägt zusammen mit der Landeskirche einen beträchtlichen Teil der Ausgaben für die Unterstützung von Projekten in Syrien, Griechenland und weiteren 30 Partnerkirchen.
Für die Flüchtlingshilfe in Griechenland opferten die Delegierten 1.744 €.
Für die Arbeit der kleinen Evang. Kirche in Bolivien kamen beim Gottesdienst 936 € zusammen.

Am Abend des GAW-Tages wurde der langjährige Geschäftsführer, Diakon Ulrich Hirsch, nach 17 Jahren Verantwortung für die Diasporaarbeit in Württemberg unter Anteilnahme zahlreicher Gäste,  so u.a. auch Synodalpräsidentin Inge Schneider und Bischof Geza Filo aus Slowenien verabschiedet.

Stuttgart, 27.07.2017 / Gabriele Wulz, Ulrich Hirsch